Feuerwehr Essen

FW-E: Feuerwehr-Großübung in Essener Innenstadt, mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort

So stellte sich den ersten Kräften die Einsatzsituation am nördlichen Tunneleingang dar. Feuer, Rauch und mehrere ineinander verkeilte Fahrzeuge. Foto: Mike Filzen

    Essen (ots) - Kern, Schützenbahn, 18.09.2009, 22.38 Uhr

    In der Nacht zum vergangenen Samstag war ein Teil der Essener Innenstadt Schauplatz für eine große Übung der Essener Feuerwehr. Tatkräftige Unterstützung durch Hilfsorganisationen und Freiwillige Feuerwehreinheiten ist in solchen Situationen selbstverständlich und unabdingbar. Auch das THW war bei den Übungsvorbereitungen mit im Boot.

    Ausgangslage war ein Verkehrsunfall in dem parallel zur Schützenbahn unter dem Essener City-Center verlaufenden Straßentunnel. In dem 340 Meter langen Tunnel war ein Gefahrgut-Transporter (Ladung: giftige und leicht entzündliche Flüssigkeit) verunglückt und leckgeschlagen. Solch eine Situation allein ist schon höchst brisant. Aber damit nicht genug. Da der Tankzug den Tunnel vollständig blockierte, fuhren mehrere PKW mit recht hoher Geschwindigkeit in das Unfallgeschehen hinein. Folge: eine zunächst unbekannte Anzahl von schwerverletzten Menschen, die zum Teil in den Fahrzeugen eingeklemmt waren. Zu allem Übel geriet eines der Fahrzeuge auch noch in Brand. Alles in allem eine scheinbar unüberwindbare Unfallsituation, die sich den ersten Einsatzkräften bot und in der Folge einen Großalarm erforderlich machte. Zwischen Varnhorstkreisel und Gerlingstraße war die Straße Richtung Norden kurz darauf vollständig gesperrt, zuckende Blaulichter, Rauch, Schreie und Motorenlärm boten eine gespenstische Kulisse. Nach und nach wuchs am Varnhorstkreisel eine Zeltstadt, Behandlungsraum für die zahlreichen Verletzten, die nach der Rettung aus dem Tunnel und vor dem Abtransport zunächst notärztlich versorgt werden mussten. Immer wieder hallten Martinshörner der Kranken- und Rettungswagen durch die Stadt, die die insgesamt 27 "Verletzten" an den Zelten abholten und in umliegende Krankenhäuser brachten. Gegen 01.30 Uhr entschied der Leitende Branddirektor und Feuerwehr-Vize-Chef Thomas Lembeck, der während der ganzen Zeit als stiller Beobachter vor Ort war, die Übung zu beenden. Er war von der Gesamtleistung der Einsatzkräfte sehr angetan. "Auch wenn nicht alles zu 100 Prozent nach Plan gelaufen ist, haben die Mitarbeiter doch Lösungen gefunden, die zum Einsatzerfolg führten. Das ist es, was sie, auch im täglichen Einsatzgeschehen, auszeichnet", lobte er unmittelbar nach Übungsende. Die anschließenden Aufräumarbeiten, Abtransport der Fahrzeuge und Reinigen der Fahrbahn dauerten noch mehrere Stunden an. (MF)

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