Feuerwehr Essen

FW-E: Kehrmaschine in Gehweg eingesackt, Feuerwehr hilft mit Autokran

FW-E: Kehrmaschine in Gehweg eingesackt, Feuerwehr hilft mit Autokran
Die 51-jährige Bewohnerin schaut hilflos auf das Loch vor ihrem Haus. Wie geht es wohl weiter? Foto: Mike Filzen

    Essen (ots) - Horst, Dahlhauser Straße, 20.09.2008, 11.28 Uhr

    Eine etwa vier Tonnen schwere Gehweg-Kehrmaschine der Essener Entsorgungsbetriebe EBE ist heute kurz vor Mittag in einen Tagesbruch eingesackt. Der 38 Jahre alte Fahrer, der zunächst annahm, er sei auf eine Treppe aufgefahren, weil sein Gefährt plötzlich mit der Vorderachse in der Luft hing, blieb unverletzt. Er war mit der Maschine wenige Meter zuvor auf den Bürgersteig aufgefahren, um zu kehren, als das linke Hinterrad plötzlich wegsackte. Feuerwehr und Polizei rückten an und sperrten zunächst weiträumig ab, weil nicht klar war, ob es sich bei dem Schaden um einen normalen Tagesbruch oder um einen einstürzenden Schacht der 1925 vorübergehend geschlossenen Zeche Wohlverwahrt handelte. Mit einem Autokran hoben die Einsatzkräfte das Fahrzeug auf die Straße. Kurz darauf war dann auch die Ursache klar. Bei dem um die vorletzte Jahrhundertwende gebauten mehrgeschossigen Haus handelt es sich um eine ehemaligen Beherbergungs- und Gaststättenbetrieb (vermutlich Hotel Zur Schwarte). Seinerzeit hatte man, wohl aus Platzgründen, den Keller bis unter den Gehweg ausgebaut und als Bierkeller genutzt. Noch heute sind dort einige alte Fässer zu finden. Als eine Spätaussiedlerfamilie das Objekt vor wenigen Jahren kaufte und zum Wohnhaus umbaute, mussten etliche Container voller Glasflaschen, Gläser und Gaststätteninventar entsorgt werden, berichtete eine 51 Jahre alte Bewohnerin. Dass Keller bis unter den Gehweg reichen, ist hier wohl nicht unüblich, wie ein einige Häuser weiter wohnender Nachbar, der seit 60 Jahren hier lebt, berichtet. Er kennt noch mehrere Gebäude, deren Keller so vergrößert wurden. In allen Häusern waren früher kleine Betriebe, Gaststätten, Bäckereien und "Tante-Emma-Läden" ansässig. Der zur Begutachtung gerufene städtische Statiker war allerdings überrascht, er hatte in seiner langen beruflichen Laufbahn so etwas noch nicht gesehen. Nun wird zunächst das Technische Hilfswerk aktiv und bringt provisorische Stützen ein, bevor dann in der nächsten Woche entschieden wird, wie das Problem generell zu lösen ist. (MF)


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