Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 060827 - 907 Gallusviertel: 41-Jährige nach Sturz aus Fenster verstorben

    Frankfurt (ots) - Am Samstag gegen 06.30 Uhr fanden Passanten auf dem Gehweg vor einem Mehrfamilienhaus in der Hellerhofstraße eine schwer verletzte Frau. Sie informierten sofort die Rettungsleitstelle. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb die Frau jedoch wenig später noch am Fundort.

    Nach ersten Ermittlungen musste die Frau, eine wohnsitzlose 41-jährige Finnin, offensichtlich aus einer im 4. Obergeschoss des Hauses gelegenen Wohnung gesprungen oder gefallen sein. Bei der ersten Untersuchung der Verstorbenen fiel auf, dass sie Stich- bzw. Schnittverletzungen im Bauchbereich aufwies, die durch das Sturzgeschehen nicht erklärbar waren.

    In der betreffenden Wohnung im 4. Stock des Hauses konnte wenig später der Wohnungsinhaber (30) angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Der Mann, von Beruf Taxifahrer, ließ sich zur Sache vernehmen.

    Er erklärte, die Frau am Abend zuvor während der Arbeit kennengelernt zu haben. Auf ihr Bitten hin hätte er ihr bei sich zu Hause eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten.

    Am Morgen sei er dann wach geworden und habe gesehen, dass die Frau, laut "Jesus, Jesus!" rufend und blutend aus seinem Schlafzimmer herausgekommen sei. In der Hand habe sie ein Messer gehalten, mit dem sie sich offensichtlich selbst Verletzungen beigebracht hatte. Er habe ihr sofort das Messer abgenommen und auch die anderen noch in seiner Wohnung vorhandenen Messer versteckt. Währenddessen, so der 30-Jährige,  sei die Frau wieder im Schlafzimmer verschwunden. Kurz darauf will er gehört haben, wie das Schlafzimmerfenster geöffnet wurde. Er sei sofort in das Zimmer gelaufen. Dort habe er die Frau noch am Fenster hängend an den Armen ergreifen, letztlich aber ihren Absturz nicht mehr verhindern können, so der Mann. Kurz darauf seien auch schon Rettungs- und Polizeikräfte vor Ort erschienen.

    Die Angaben des 30-Jährigen konnten durch alle bisher geführten umfangreichen Ermittlungs- und Untersuchungsmaßnahmen nicht widerlegt werden. Auch das Ergebnis der inzwischen durchgeführten Obduktion belegt, dass die Frau an den Folgen der Sturzverletzung verstorben ist und es sich bei den Schnittverletzungen offensichtlich um oberflächliche Verletzungen handelt, die man als "Probierschnitte" werten könnte. Spuren, die auf ein Kampfgeschehen in der Wohnung hindeuten, wurden nicht gefunden. Die weiteren kriminalpolizeilichen Maßnahmen und Ermittlungen ergaben bisher keine konkreten Anhaltspunkte, die auf ein strafbares Geschehen hindeuten. Hinweise auf eine sexuelle Beziehung zwischen dem Wohnungsinhaber und der 41-Jährigen haben  sich ebenfalls nicht ergeben.

    Aufgrund der Gesamtumstände muss derzeit von einem Suizid der 41-Jährigen ausgegangen werden. Der Wohnungsinhaber wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

    Die Ermittlungen dauern an.

    (Manfred Feist / 0177-2146141)


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