Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 010312 - 0298 Frankfurt a. M.: Empfindlicher Schlag gegen marokkanische Rauschgifthändler

    Frankfurt (ots) - - Festnahme von vier Tatverdächtigen     - Sicherstellung von 824 kg Haschisch sowie rund 400.000 DM an Bargeld

    Der Frankfurter Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Rauschgiftkommissariat K 65 gelang es, mit Unterstützung von Kräften des Hessischen Landeskriminalamtes eine auf dem hiesigen Drogenmarkt agierende marokkanische Händlergruppierung zu zerschlagen.     In dem seit Anfang Februar diesen Jahres betriebenen Ermittlungsverfahren wurden Ende letzter Woche der maßgebliche Initiator, ein 60-jähriger Marokkaner aus Neu Isenburg, seine 49-jährige deutsche Lebensgefährtin und zwei marokkanische Drogenhändler im Alter von 45 und 56 Jahren aus Offenbach bzw. Frankfurt a. M. festgenommen. Parallel hierzu konnten insgesamt 824 kg Haschisch, rund 400.000 DM in bar sowie ein Revolver Smith & Wesson, Kal. 22, mit 25 Schuss Munition konfisziert werden.     Im Rahmen von Rauschgiftermittlungen erlangte die Kriminalpolizei in Marburg Anfang diesen Jahres einen Hinweis, wonach die beiden später identifizierten marokkanischen Drogenhändler (45 und 56 Jahre) größere Haschischlieferungen für den Frankfurter Drogenmarkt mit anbahnen und ausführen würden.     Diese Einschätzung konkretisierte sich am 08.03.01, als gegen 16.50 Uhr nach Vorermittlungen und durchgeführten operativen Maßnahmen der 45-jährige und der 56-jährige Marokkaner anlässlich einer Fahrzeugkontrolle in der Hanauer Landstraße in flagranti erwischt wurden. In dem benutzten PKW entdeckten die Fahnder 31 kg Haschisch.     Die anschließende Durchsuchung der Wohnung des 56-Jährigen im Frankfurter Stadtteil Fechenheim förderte insgesamt 428 kg Haschisch zutage, das im Schlafzimmer gelagert war.     Folgeermittlungen führten noch am gleichen Tag zur Identifizierung des eigentlichen Haupttäters und Haschischlieferanten. Durch eine gezielte Fahndungsaktion konnte der 60-jährige Marokkaner gegen 19.15 Uhr im Frankfurter Bahnhofsviertel dingfest gemacht werden, als er mit seinem Mercedes Coupé im Bereich Gutleutstraße/Moselstraße unterwegs war. Bei seiner Festnahme trug er 19.400 DM bei sich.     Anlässlich der Durchsuchung seiner Wohnung und Garage in Neu Isenburg stellten die Beamten weitere 345 kg Haschisch sicher. In seinem Tresor bewahrte der 60-jährige Nordafrikaner einen Bargeldbetrag in Höhe von umgerechnet 400.000 DM sowie einen Revolver Smith & Wesson, Kal. 22, mit 25 Schuss Munition auf. Während der Durchsuchungsmaßnahme erschien gegen 23.00 Uhr seine 49-jährige Lebensgefährtin. Sie wurde ebenfalls festgenommen, nachdem in ihrem PKW VW Polo 20 kg Haschisch aufgefunden worden waren.     Unabhängig von den sichergestellten Geldbeträgen von insgesamt 400.000 DM verfügte der 60-jährige Marokkaner über Uhren und Schmuck im Wert von 200.000 DM, diverse Bankkonten mit hohen Einlagen, Immobilien im In- und Ausland und hochwertige Fahrzeuge.     Da der Verdacht besteht, dass diese Vermögenswerte durch Drogengelder erworben wurden, sind im Hinblick auf die Gewinn- und Vermögensabschöpfung noch intensive Anschlussermittlungen erforderlich.     Alle beteiligten Personen wurden auf Antrag der StA Frankfurt wegen Verdachts des Rauschgifthandels und -schmuggels in Untersuchungshaft genommen.     Der 56-jährige Marokkaner aus Frankfurt a. M. ist bereits wegen Drogeneinfuhrschmuggels in Erscheinung getreten und verbüßte in diesem Zusammenhang eine mehrjährige Freiheitsstrafe.     Auch der 60-jährige Haupttatverdächtige ist seit Jahren der Polizei bekannt. So soll er vor allem in der Vergangenheit von Spanien aus einen internationalen Haschischhandel organisiert und durchgeführt haben.     Das konfiszierte Haschisch war für den Frankfurter Drogenmarkt bestimmt und sollte rund 4 Millionen DM erzielen. Nach Auffassung des zuständigen Rauschgiftkommissariates dürfte diese Großsicherstellung zu einer vorübergehenden Marktverknappung führen.     Das vorliegende Ermittlungsergebnis zeigt erneut auf, dass Marokko nach wie vor als Hauptherkunftsregion für im Rhein-Main-Gebiet sichergestelltes Haschisch anzusehen ist.

Hinweis:     Medienvertreter haben heute, 12. März 2001, in der Zeit von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr im Polizeipräsidium Frankfurt a. M. die Möglichkeit, Aufnahmen von dem sichergestellten Haschisch (824 kg) zu machen. Diesbezüglich bitte vorher mit der Pressestelle telefonisch in Verbindung treten. (Peter Borchardt/ -8011)

ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt

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