Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 120229 - 271 Frankfurt-Bornheim: Die etwas andere Hausgemeinschaft

Frankfurt (ots) - "Wo man hinschaut: Marihuana." Das dachten sich auch die Ermittler des K64 im Laufe des gestrigen Tages, als sich während einer geplanten Wohnungsdurchsuchung in der Wiesenstraße immer mehr Bereiche im Haus als Anbau- und Lagerstätten von etlichen Cannabispflanzen bzw. des daraus gewonnenen Haschisch herausstellten.

Schon vor einem Monat hatten die Beamten im gleichen Zusammenhang eine Wohnung in dem Haus "erfolgreich" durchsucht. Gestern dann waren es zunächst die vier Wände zweier Männer im Alter von 39 und 44 Jahren. Ganze 48 Cannabispflanzen, 1000 Euro Bargeld und zwei Kilogramm abgeerntete Blüten konnten sichergestellt werden.

Aber auch ein aufgefundener Schlüssel führte die Ermittler zu einer weiteren verdächtigen Wohnung in dem Objekt. Der Mieter dieser Wohnung hatte über 100 Gramm Marihuana, teils verkaufsfertig portioniert auf seinem Tisch liegen. Seine Kontounterlagen bestätigten dann den hinreichenden Verdacht erheblich. Bei einem monatlichen Einkommen von 500 Euro erschien es den Beamten sehr fragwürdig, warum das Konto des 29-jährigen Mannes über 10.000 Euro Guthaben aufwies.

Die mittlerweile hinzugetretene Hausverwalterin führte die Polizisten dann zu einer weiteren Wohnung, die nach Aussage der Frau ihrem Enkel gehört. Sie gewährte den Beamten Einlass und fügte sogleich hinzu, dass ihr Enkel aus gesundheitlichen Gründen Marihuana konsumiert. Erwartungsgemäß durften die Ermittler auch hier geringe Mengen Haschisch und über 10.000 Euro Bargeld sicherstellen. Zu allem Überfluss lag ein Foto in der Wohnung auf dem der 30-Jährige Enkel zusammen mit dem 29-Jährigen der anderen Wohnung vor den Hanfgewächsen posierend abgebildet war. Die Beamten stellten aber außerdem fest, dass diese Wohnung auch mal als Plantage genutzt wurde. Sogar Mauerwerk wurde eigens dafür weggestemmt um den Pflanzen ausreichend Platz und Licht zum Wachsen zu verschaffen.

Schließlich wurde in den zu den drei Wohnungen gehörenden Kellern weiteres Plantagenzubehör sichergestellt. Und als ob das noch nicht ausreichen würde, fiel den Polizisten nun ein weiterer angrenzender Keller auf. Dieser war ebenfalls mit eindeutigem Zubehör (wie Aufzuchtzelte, Lampen etc.) ausgestattet und gehört einem 29-Jährigen Mieter des Hauses, wie die Ermittler schnell herausfanden.

Nach dieser umfangreichen Durchsuchungsaktion wurden nur die zwei 39- und 44-jährigen Männer mit zur Dienststelle genommen und nach ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Gegen alle Beteiligte werden Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. (Isabell Neumann, Tel. 069 - 755 82115)

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