Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 091001 - 1235 Griesheim: Kinder finden viel Geld oder der unerwartete Geldsegen in Schule

    Frankfurt (ots) - Wer hat sich nicht auch schon einmal die Frage gestellt was er täte, fände er eine größere Geldsumme. Und genau diese Frage stellten sich gestern Vormittag vier Kinder (zwei Mädels und zwei Jungs) im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, als sie auf dem Weg zu ihrer Schule in Griesheim waren.

    Gegen 07.50 Uhr am Dienstagmorgen liefen die Kinder durch die Espenstraße und es sollte der bisher aufregendste Schulweg in ihrem Leben sein, als sie nämlich plötzlich auf einen dicken beschädigten braunen Umschlag stießen, der auf der Straße lag. Neugierig, was sich wohl darin befinden könnte, öffneten sie ihn und fanden u. a. ein dickes Bündel Geld und, wie sich später herausstellte, könnten es am Ende möglicherweise rund 15.000 Euro gewesen sein.

    An für sich eine tolle Sache. Aber wie alles im Leben, so hat auch diese Geschichte zwei Seiten.

    Doch der Reihe nach: Die Kinder fanden also den Umschlag, in dem sich außer dem Geld noch diverse Ausweiskopien und Schriftstücke zur Beantragung eines Visums zur Einreise in die Volksrepublik China befanden. Das Geld und die Kopien nahmen sie an sich und den Umschlag warfen sie in einen Mülleimer und machten sich freudig erregt auf den Weg zu ihrer Schule. Dort angekommen prahlten sie auf dem Schulhof gegenüber weiteren Mitschülern mit ihrem Fund und verteilten diesen großherzig an ihre Mitschüler. Doch die Kinder konnten sich nicht lange an diesem unerwarteten Geldsegen freuen. Denn wenig später kam eines der Kinder nämlich doch ins Grübeln, ob das, was sie gerade getan haben rechtens sei und so wandten sie sich deswegen zähneknirschend an einen Lehrer. Dieser entschied, dass die Scheine sofort wieder eingesammelt werden müssten und verständigte gleichzeitig das zuständige 16. Revier. In der Zwischenzeit begann die Rücksammelaktion in der Schule. Doch da sich einige Kinder an dem plötzlichen  Wohlstand erfreuten, und sich bereits ausgemahlt hatten, was sie wohl mit dem Geld anfangen könnten gestaltete sich das "Einsammeln" des Geldes schwieriger als das "Verteilen". Bis zum Eintreffen einer Funkstreifenbesatzung kam man zunächst auf eine Summe von rund 12.000 Euro. Da dies jedoch vermutlich nicht die Gesamtfundsumme war, appellierten die Lehrer nochmals an die Ehrlichkeit der Kinder und so rückten diese nach und nach weitere Geldscheine heraus. Insgesamt kam dann ein Geldbetrag von insgesamt 14.040 Euro zusammen.

    Zwischenzeitlich hatten die Beamten aufgrund des vorgefundenen Ausweis-dokumentes telefonischen Kontakt mit dem vermutlichen Verlierer, einem in Offenbach wohnhaften 33-jährigen Mann, aufgenommen, der auf Nachfrage erklärte, er habe am Vorabend vermutlich 15.000 Euro verloren. Die exakte Geldsumme konnte er jedoch nicht benennen. Gefragt, was er mit dem Geld anfangen wolle erklärte der Offenbacher, er brauche es für eine Reise nach China, um dort Schulgebühren zu bezahlen, ferner müsse er noch Schulden zurückzahlen. Einen eigentlichen Eigentumsnachweis (Bankauszug o. ä.) konnte der Mann bis jetzt noch nicht vorweisen. Bis zur Beibringung des Eigentumsnachweises wurde das Geld daher sichergestellt.

    Und so bleibt zunächst unklar, ob der Mann tatsächlich der Verlierer der angeblich 15.000 Euro ist oder ob einige der Kinder noch im Besitz der noch fehlenden rund 1.000 Euro sind. Die Tage werden es zeigen spätestens dann, wenn einige von ihnen mit großen Geldscheinen beispielsweise ihre Pausensnacks bezahlen wollen.

    (Karlheinz Wagner, Telefon 069 - 755 82115)

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