Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 081005 - 1115 Seckbach: Hunderte Kilometer als "blinder Passagier" auf Hinterachse eines Reisebusses unterwegs

    Frankfurt (ots) - Mehrere hundert Kilometer hat ein bislang noch nicht identifizierter Mann als "blinder Passagier" auf der Hinterachse eines Reisebusses zurückgelegt, bis er in den gestrigen späten Abendstunden auf der A661 in Fahrtrichtung Oberursel im Bereich des Seckbachtunnels vom Busfahrer entdeckt wurde. Nach einer kurzen Flucht wurde der Unbekannte durch Polizeibeamte gestellt und befindet sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam.

    Verdächtige Geräusche hatten den 55 Jahre alten Busfahrer gegen 23.20 Uhr veranlasst, seinen Bus auf dem Standstreifen der Autobahn anzuhalten und nachzusehen. Er vermutete zunächst einen Reifenschaden an der Hinterachse. Als er jedoch am hinteren Teil des Busses angelangt war, kroch plötzlich eine Person unter dem Bus hervor und rannte davon. Der 55-Jährige alarmierte sofort die Polizei. Beamte der Autobahnstation Frankfurt entdeckten wenig später einen in etwa 1 Kilometer vom Bus entfernt auf dem Seitenstreifen der Autobahn laufenden Mann, der beim Erkennen des Streifenwagens sofort weglief. Nach einer kurzen Verfolgung konnte er jedoch gestellt werden. Der Busfahrer erkannte später sofort in ihm den Mann wieder, der zuvor unter dem Bus hervorgekrochen war.

    Nach den bisherigen Erkenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass der Unbekannte lediglich auf der Hinterachse des Busses lag, wobei unbekannt ist, an welcher Stelle der Mann "zustieg". Der Busfahrer gab an, er sei am gleichen Tag von Venedig nach Frankfurt gefahren, so dass davon ausgegangen werden kann, dass der "blinde Passagier" offensichtlich illegal über Italien eingereist ist.

    Der etwa 20 bis 25 Jahre alte vermutliche Südländer, der lediglich mit einem T-Shirt und Jeans bekleidet war und am ganzen Körper zitterte, führte keinerlei Ausweispapiere mit sich und verweigerte jegliche Kommunikation mit der Polizei. Der  verschmutzte, durchnässte und völlig erschöpfte aber ansonsten augenscheinlich unverletzte Mann gab jedoch durch Gesten zu verstehen, dass er Hunger und Durst habe. Der Unbekannte wurde dann zur Dienststelle gebracht und dort mit Essen, Getränken sowie mit trockener Bekleidung versorgt.

    Die Durchsuchung seiner ursprünglich getragenen Bekleidung bzw. seiner Person erbrachten keine Hinweise auf dessen Identität. Auch der Abgleich von Polizeidaten führten ebenfalls zu keinem Ergebnis. Es konnte lediglich ein offenbar vormals aus einem Pass ausgeschnittenes Lichtbild bei ihm gefunden werden. Am Rande sei noch erwähnt, dass die Untersuchung des Schuhwerkes des Mannes Den Schluss zulässt, dass wohl ein Fuß an einem Hinterreifen des Busses schliff. Der linke Schuh war nahezu völlig aufgerieben. (Karlheinz Wagner/ 069/755-82115)


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