Polizeidirektion Bad Segeberg

POL-SE: Henstedt-Ulzburg - Polizeibericht anlässlich des Osterfeuers in Henstedt

    Henstedt-Ulzburg (ots) - In der Nacht zu Ostersonntag ereignete sich eine Vielzahl von Rohheitsdelikten, die auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Durch offensive Präsenz konnte die Polizei einerseits weitere Straftaten verhindern und andererseits die jeweiligen Täter der bekannt gewordenen Fälle aufklären.

Am Ostersamstag fand im Ortsteil Henstedt im Schattredder das traditionelle Osterfeuer statt. Gegen 22.15 Uhr fiel einer Fußstreife der Polizei Henstedt-Ulzburg ein 15-jähriger männlicher Jugendlicher aus Henstedt-Ulzburg auf. Er war erheblich alkoholisiert und verlor mehrfach das Gleichgewicht. Daraufhin wurde der Jugendliche im Zelt des Deutschen Roten Kreuzes ärztlich versorgt und danach von einer Funkstreife der Polizei nach Hause gefahren und den Eltern übergeben.

Der Veranstalter des Osterfeuers hatte einen Sicherheitsdienst eingesetzt. Gegen 22.30 Uhr bemerkten Angehörige des Sicherheitsdienstes einen 17-jährigen männlichen Jugendlichen aus Henstedt-Ulzburg, wie er einen verdächtigen Gegenstand in seinem Hosenbund versteckte. Dieser Gegenstand wurde als verbotenes Messer identifiziert. Daraufhin wurde der Jugendliche an die Polizei übergeben. Die Beamten ermitteln nunmehr gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Jugendliche gab zwar an, dass er das Messer lediglich zu Notwehrzwecken mitgeführt habe. Es ist dennoch verboten, Schuss-, Hieb- oder Stoßwaffen bei öffentlichen Veranstaltungen mit zu führen.

Gegen 23.15 Uhr hielt sich eine Fußstreife der Polizei im Zelt des Deutschen Roten Kreuzes auf. Von dort beobachteten die Beamten, wie ein 16-jähriger männlicher Jugendlicher aus Badendorf an einer Personengruppe vorbei ging. Als dieser auf Höhe der Personengruppe angelangt war, wurde aus der Menge heraus eine Flasche zielgerichtet auf ihn geworfen. Offensichtlich war der Werfer nicht mit dem äußeren Erscheinungsbild des Jugendlichen einverstanden. Dieser trug einen sogenannten Irokesenhaarschnitt. Die Flasche verfehlte diesen allerdings knapp. Unmittelbar danach lief der 18-jährige männliche Werfer aus Ulzburg auf sein Opfer zu und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Die sofort herbeigeeilten Polizeibeamten trennten die Personen und verhinderten eine Schlägerei. Der Täter verbrachte den Rest der Osternacht in der Gewahrsamzelle.

Gegen 23.55 Uhr wurden die Polizeibeamten von einem 25-jährigen Mann aus Henstedt angesprochen. Er hatte sich zuvor gemeinsam mit seiner 19-jährigen Freundin aus Ulzburg im Eingangsbereich der Festwiese aufgehalten. Dort war es zu Streitigkeiten innerhalb einer Personengruppe gekommen. Im Verlauf des Streites wurde der Mann auf den Boden gedrückt und so stark gewürgt, dass ihm die Luft kurzzeitig vollkommen weg geblieben war und er danach starke Schmerzen im Halsbereich hatte. Seine Freundin war innerhalb dieser Rangelei von einem der Täter weg geschubst worden. Durch den Aufprall auf den steinigen Untergrund verletzte sie sich an der Hand. Aufgrund der guten Beschreibung konnte die Polizei die Tätergruppe inzwischen ermitteln, welche sich aus 5 Männern zusammensetzte.

Das Osterfeuer wurde gegen zwei Uhr vom Veranstalter abgelöscht. Gegen 2.20 Uhr kontrollierten Polizeibeamte der Polizei Henstedt-Ulzburg einen 18-jährigen jungen Mann aus Kaltenkirchen auf seinem Weg von der Festwiese in der Schultwiete. Während dieser Maßnahme hielt er einen Teleskopschlagstock in voller Länge in der linken Hand, offensichtlich um sich damit zu verteidigen. Der Schlagstock wurde sichergestellt. Gegen den Mann wurde ebenfalls eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt, weil er auch während der Osterfeuer-Veranstaltung mit dem Teleskopschlagstock gesehen worden war.

Im Laufe der Nachtschicht musste die Polizei gegen 22.50 Uhr die Eltern eines weiteren 15-jährigen männlichen Jugendlichen aus Ulzburg nach übermäßigem Alkoholkonsum alarmieren. Ein Trinkgelage bei seinem 15-jährigen männlichen Bekannten im Rhen endete in einem Hamburger Krankenhaus, wo er stationär behandelt werden musste.

Aus Ulzburg-Süd meldete sich gegen 5.56 Uhr ein Hausbewohner über den Polizeiruf 110. Er stand in seiner Wohnung vor verschlossenen Rolläden und hörte, wie eine Person wild zum einen mit Fäusten und zum anderen mit einer Weinflasche gegen die Fenster und Türen hieb. Eine Fahndungsstreife der Polizei Henstedt-Ulzburg konnte daraufhin einen amtsbekannten 31-jährigen Mann festnehmen. Auch dieser stand unter erheblichem Alkoholeinfluss. Er hatte insgesamt neun Streben der Aussenrolläden beschädigt und zusätzlich eine Einkerbung im Fensterrahmen verursacht. Da der Beschuldigte im Rahmen der folgenden polizeilichen Maßnahmen für mehrere Streitigkeiten und Sachbeschädigungen verantwortlich gemacht werden konnte, wurde er in das Polizeigewahrsam gebracht.


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