Feuerwehr Plettenberg

FW-PL: Brand auf landwirtschaftlichen Betrieb richtet Schaden in hohem sechsstelligen Bereich im Plettenberger Ortsteil-Pasel an.

FW-PL: Brand auf landwirtschaftlichen Betrieb richtet Schaden in hohem sechsstelligen Bereich im Plettenberger Ortsteil-Pasel an.
Links auf dem Bild die Verdichtungsanlage

Plettenberg (ots) - Im Ortsteil Pasel in Plettenberg kam es heute Nachmittag zu einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Das Blockheizkraftwerk einer Biogasanlage war vermutlich aufgrund eines technischen Defektes in Brand geraten. Die interne Brandmeldeanlage informierte den Betreiber der Anlage automatisch über sein Handy. Unverzüglich informierte dieser über den Notruf 112 die Kreisleitstelle in Lüdenscheid. Um 13:35 Uhr wurden die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache alarmiert. Über der Einsatzstelle stand eine schwarze Rauchsäule. Die ehrenamtlichen Kräfte der Löschgruppe Eiringhausen wurden noch auf der Anfahrt vom Einsatzleiter nachalarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Anlage bereits im Vollbrand. Mitarbeiter der Biogasanlage hatten vergeblich versucht die Flammen mit Handfeuerlöschern zu bekämpfen. Von der Feuerwehr wurde ein Löschrohr mit Druckluftschaum unter schwerem Atemschutz vorgenommen. In der Anlage gelagerte Betriebsöle und Schmierstoffe sowie Kabel gaben dem Feuer reichlich Nahrung. Zum Glück gelang es der Feuerwehr, dass Übergreifen der Flammen auf eine sogenannte Verdichtungsanlage zu verhindern. Für die Biogasanlage bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung da diese im ausreichendem Abstand zur Brandstelle steht. Das Blockheizkraftwerk wandelt die durch die Biogasanlage enstehenden Gase in Wärmeenergie und elektrischen Strom um, und speist diese dann ins öffentliche Netz ein. Da die Anlage durch das Feuer komplett zerstört wurde, muss nun das Gas mit einer "Notfackel" verbrannt werden. Aus diesem Grunde wird in den nächsten Wochen im Bereich der Biogasanlage in bestimmten Zeitabständen Tag und Nacht ein Feuerschein zu sehen sein. Die Nachlöscharbeiten an der Anlage gestalteten sich schwierig. Unter anderem mussten Teile der Anlage zerlegt werden um an Glutnester heranzukommen. Aufgrund der hohen Temperaturen eine körperliche Belastung für die eingesetzten Atemschutztrupps. Um 14:37 Uhr konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Nach fast 2 Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder in ihre Standorte einrücken. Der Schaden an der Anlage wird vom Betreiber auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

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