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ZOLL-E: Erfolgreiche deutsch-österreichische Zollzusammenarbeit führt zur Beschlag-nahme von über 10 Tonnen Wasserpfeifentabak

ZOLL-E: Erfolgreiche deutsch-österreichische Zollzusammenarbeit führt zur Beschlag-nahme von über 10 Tonnen Wasserpfeifentabak
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Essen (ots)

Erfolgreiche deutsch-österreichische Zollzusammenarbeit führt zur Beschlag-nahme von über 10 Tonnen Wasserpfeifentabak

Die Zollfahndung Linz beschlagnahmte nach umfangreichen Ermittlungen in Deutschland und Österreich mehr als 10 Tonnen Wasserpfeifentabak. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft. Weitere sechs Verdächtige bei der Staatsan-waltschaft angezeigt.

Auf Grund eines Hinweises des deutschen Zollfahndungsamtes Essen wurde im August 2014 bei den österr. Zollbehörden bekannt, dass sich ein in Linz wohnhafter Afghan. Staats-angehöriger im großen Stil mit dem Schmuggel und dem Verkauf von Wasserpfeifentabak aus dem Iran beschäftigen soll. Erste Ermittlungen durch die Zollfahndung des Zollamt Linz Wels ergaben, dass der Verdächtige in der Vergangenheit bereits mehr als 20 Importe nach Österreich auf den Namen seiner Mutter durchgeführt hatte. Der afghanische Geschäfts-mann war für die deutschen Fahnder kein unbeschriebenes Blatt. Im August 2014 konnte ihm in Deutschland der illegale Handel mit knapp 800 kg Wasserpfeifentabak, sowie die Lieferung weiterer 100 Kilogramm Wasserpfeifentabak über Deutschland nach England, nachgewiesen werden.

Zur effektiven, grenzüberschreitenden Verfolgung wurde daraufhin eine gemeinsame Ermitt-lungsgruppe der Zollfahndung Linz und dem Zollfahndungsamt Essen ins Leben gerufen. Das deutsch-österreichische "Joint Investigation Team" ermöglichte einen schnellen und un-bürokratischen Austausch unter den Fahndern.

Als es im März 2015 zum Verdacht eines weiteren Imports nach Österreich kam, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft Korneuburg die Durchführung von Observationen und Tele-fonüberwachungen an.

Im Mai 2015 konnte der nächste Import aus dem Iran am Flughafen Wien identifiziert werden. Deklariert war die Sendung als getrocknete Früchte und Büroartikel. Bei der Abholung der Ware durch den Beschuldigten wurde dieser laufend observiert. Nach der Entladung der Ware in zwei Lagerräumlichkeiten in Linz und im Geschäft der Mutter erfolgte der Zugriff durch die Beamten der Zollfahndung. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten konnten insgesamt mehr als 10 Tonnen Wasserpfeifentabak sichergestellt werden. Der Beschuldigte wurde umgehend festgenommen und vom Untersuchungsrichter wurde die Untersuchungs-haft angeordnet, die in der JVA Korneuburg vollzogen wird. Weitere sechs Verdächtige wur-den in diesem Zusammenhang ebenfalls wegen des gewerbsmäßigen Schmuggels bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Durch die umfangreichen Ermittlungen konnte zudem eine Vielzahl an Abnehmern in Deutschland und Österreich identifiziert werden, die sich gleichfalls gegenüber der Justiz zu rechtfertigen haben.

Mit der sichergestellten Menge hätte der Beschuldigte einen Gewinn von über EUR 600.000,- erzielen können. Um diesen Gewinn noch zu erhöhen, hat der Täter in Vergangenheit den Wasserpfeifentabak auch noch gestreckt und nach Großbritannien weiterverkauft.

Durch die hervorragende Zusammenarbeit Zollbehörden konnte dieser gemeinsame Ermittlungserfolg erzielt werden.

Am 09.09.2015 nahmen ferner 2 Ermittler des Österreichischen Fahndungsdienstes an einem gemeinsamen Workshop in Sachen Wasserpfeifentabak beim Zollkriminalamt in Köln teil.

Das Zollfahndungsamt in Essen führt bereits seit Jahren umfangreiche Ermittlungsverfahren im Bereich der Wasserpfeifentabakkriminalität. Neben der Steuerhinterziehung steht hier auch der Schutz der Bevölkerung im Vordergrund. In Deutschland ist aufgrund der Tabak-verordnung der Gehalt an Feuchthaltemitteln wie Glycerin oder 1,2-Propandiol im Wasser-pfeifentabak wegen der erhöhten Gesundheitsgefahr auf maximal fünf Prozent beschränkt.

Infokasten: Laut Weltgesundheitsorganisation (2005) wird an einer Shisha im Schnitt 20 bis 80 Minuten geraucht. Während dessen wird der Qualm von vergleichbar rund 100 Zigaretten inhaliert. Der Shisha-Konsum wird von Wissenschaftlern, insbesondere bei hohem Feuchtigkeitsgehalt, in Verbindung mit Krankheiten wie chronischer Bronchitis und zahlreichen Krebser-krankungen gebracht. Ferner soll der Konsum ungünstigen Einfluss auf Schwangerschaften haben.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Essen
Pressesprecherin
Ruth Haliti
Telefon: 0201 27963 130
Fax: 0201 27963 194
E-Mail: pressestelle.essen@zfae.bfinv.de
www.zoll.de

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