Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Wohnungseinbrüche - Wochenstatistik - Ermittlungserfolg Rhein-Erft-Kreis

    Rhein-Erft-Kreis (ots) - In der vergangenen Woche (16.11. bis 22.11.) hat die Polizei des Rhein-Erft-Kreises kreisweit 30 Einbrüche in Häuser und Wohnungen registriert. Der Schwerpunkt lag mit vier Taten in Erftstadt-Lechenich. In der überwiegenden Zahl der Fälle wandten die Täter Gewalt gegen Türen und Fenster an, um in die Räumlichkeiten eindringen zu können. Die Beute bestand größtenteils aus Bargeld und persönlichen Schmuckgegenständen. Seit dem 1. September dieses Jahres wurden bis zum 22.11.2005 im Kreisgebiet somit 369 Wohnungseinbrüche (Vergleichszahl des Vorjahres: 353) registriert.

    12 Wohnungseinbrüche sowie 12 Diebstähle aus Personenkraftwagen melden die Ermittler des für die Aufklärung von Einbruchsstraftaten zuständigen Kriminalkommissariats 41 als geklärt. Verantwortlich für diese Taten ist eine im RheinErft-Kreis ansässige Bande, deren drei Haupttäter 20 und 24 Jahre alt sind.

    Das hiesige Ermittlungsverfahren gegen das Trio wurde im Juli dieses Jahres eröffnet, nachdem die Täter in Pulheim über eine in Kippstellung befindliche Terrassentür in ein Einfamilienhaus eingestiegen waren. Nach der Tat ergab sich ein hinreichender Tatverdacht gegen die hier in Rede stehenden Männer. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die Autoaufbrüchen und Wohnungseinbrüchen zugeordnet werden konnten. Dadurch konnten den Tätern sechs Straftaten im Rhein-Erft-Kreis (Schwerpunkt Pulheim), eine Tat in Leverkusen und eine weitere in Bad Homburg nachgewiesen werden. Die Täter blieben auf freiem Fuß, da gegen sie keine Haftgründe vorlagen.

    Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Bande auch überörtlich aktiv war. Bereits am 27.3.2005 waren der 24-jährige Kopf der Bande zusammen mit einem Mittäter (20) auf frischer Tat bei einem Autoaufbruch in Leverkusen festgenommen worden. Am 26.5.2005 war der Haupttäter mit seinem Fahrzeug in Erpel am Rhein von Polizeibeamten angehalten worden. Dabei stellte man in dem Auto mehrere Autoradios und Einbruchwerkzeug fest. In Viersen wurde der Mann am 3.7.2005 erneut mit seinem Auto angehalten. Im Kofferraum stellten Polizeibeamte eine Digitalkamera sicher, die einem Wohnungseinbruch im Rhein-Erft-Kreis zugeordnet werden konnte.

    Trotz des hohen polizeilichen Ermittlungsdrucks beging die Bande offensichtlich weitere Straftaten auf dem Gebiet der Eigentumskriminalität. Diese Erkenntnis erlangten die Ermittler nach einer erneuten Durchsuchung der Wohnung des Haupttäters Anfang November 2005, bei der markante Beweismittel sichergestellt und einem weiteren Wohnungseinbruch in Erftstadt zugeordnet werden konnten.

    Grundlage für die Durchsuchungsmaßnahme war die Festnahme des 24-Jährigen am 3.11.2005 in Kerpen, wo er bei einem Hehlergeschäft auf frischer Tat betroffen worden war. In seiner Wohnung wurde neben anderen Beweismitteln u.a. eine hölzerne Weinkiste sichergestellt, die aus einem bis dahin ungeklärten Wohnungseinbruch vom 19.10.2005 in Erftstadt stammte. Die hölzerne Verpackung trägt eine persönliche, handschriftliche Widmung, so dass der 24-Jährige durch das Beutestück letztlich auch dieses Einbruchs überführt werden konnte.

    Nach der erneuten Prüfung von Haftgründen durch Polizei und Staatsanwaltschaft ist das Trio weiterhin auf freiem Fuß.

    Die Polizei nimmt die Thematik erneut und wiederholt zum Anlass, die Bürgerschaft auf entsprechende Vorbeuge- und Sicherungsmaßnahmen hinzuweisen.

    Haus- und Wohnungstüren sollten auch bei kurzzeitigem Verlassen der Wohnräume abgeschlossen und nicht nur "ins Schloss gezogen" werden. Darüber hinaus nutzen Täter oftmals in Kippstellung belassene Türen und Fenster, und das nicht nur bei Parterrewohnungen. Einbrechern sollten darüber hinaus keine Steighilfen durch herumstehende Mülltonnen, Gartenbänke und / oder gar durch Leitern geboten werden, die oftmals im Aussenbereich abgestellt, abgelegt oder an Hausfassaden aufgehängt sind. Ab Einbruch der Dunkelheit kann mit einer simplen Zeitschaltuhr und einer daran gekoppelten Lichtquelle der Eindruck vermittelt werden, dass sich Personen im Haus / in der Wohnung aufhalten.

    Hinweise über technische Sicherungsmaßnahmen an Wohnungen und Häusern erteilen kostenlos die Mitarbeiter des Kommissariats Vorbeugung der Polizei. Terminabsprachen sind erwünscht und können unter der Rufnummer 02233 / 52-0 erfolgen.

    Darüber hinaus weist die Polizei auf eine Gruppenveranstaltung unter dem Motto "Schutz vor Wohnungseinbruch" hin, die am

    7.12.2005, 19 Uhr, in Hürth-Burbach, Von-Geyr-Ring, Gaststätte "Zur Linde",

    stattfindet. Interessierte BügerInnen sind herzlich eingeladen; die Teilnahme ist kostenlos.


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