Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Tödlicher Verkehrsunfall Hürth

    Rhein-Erft-Kreis (ots) - Bei einem Verkehrsunfall in Hürth-Efferen wurde am Montagabend (29.3.) eine Motorradfahrerin (48) tödlich verletzt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Köln unterstützte ein Sachverständiger die Polizei bei der anschließenden Unfallaufnahme.

    Um 20.05 Uhr hatte die 48-jährige Frau die Efferener Straße (Kreisstraße 2) in Richtung der Straße "In den Höhnen" befahren. Dabei kam das Fahrzeug aus bisher unbekannter Ursache in einer langgezogenen Linkskurve ohne Fremdeinwirkung nach rechts von der Fahrbahn ab. Im Verlauf des weiteren Unfallgeschehens rutschte das Motorrad in einen circa 60 Zentimeter und etwa vier Meter breiten Graben. Vermutlich gleichzeitig wurde die Fahrerin gegen einen Baum geschleudert. Die eingesetzte Notärztin versuchte die leblose 48-Jährige zu reanimieren, musste letztlich aber den Tod der Frau feststellen.

    Für die Dauer der Unfallaufnahme war die K 2 zwischen Beller Straße und "In den Höhnen" gesperrt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beträgt circa 10 000 Euro.

    Leider steigen mit Beginn der Motorradsaison Unfälle mit Motorrädern an. Die Polizei des Rhein-Erft-Kreises nimmt den tödlichen Unfall vom Montag daher zum Anlaß, einige Sicherheitstipps mitzuteilen:

    Am Anfang einer jeden neuen Kradsaison sollte ein technischer Check der Maschine stehen. Sind die Bremsen in Ordnung, stimmt der Bremsflüssigkeitsstand, funktionieren alle lichttechnischen Einrichtungen und ist auch der Luftdruck der Reifen vorschriftsmäßig? Für den Kradfahrer ist es lebenswichtig, sich auf die Technik verlassen zu können.

    Motorräder haben eine geringere passive Sicherheit als PKW. Das schützende Blechkleid, Sicherheitsgurt und Airbag fehlen. Hier kann man nur über die abriebfeste Sicherheitskleidung mit Protektoren ein wenig Ausgleich schaffen. Dazu Karl Teichmann, Verkehrsdezernent der Polizei im Rhein-Erft- Kreis: „Es ist absolut unverantwortlich, etwa in Jeans und T-Shirt auf die Maschine zu steigen. Bei einem Sturz wäre die eigene Haut schnell auf dem Asphalt verbraucht! Natürlich sollte auch der Helm noch einmal überprüft werden. Wichtig ist das Austauschen verkratzter Visiere. Nur so hat man alles im Blick."

    Bei der ersten Ausfahrt sollten die Motorradfahrer besonders vorsichtig sein. Kradfahren stellt ausgesprochen hohe Ansprüche an die Bewegungskoordination. Nach der Winterpause muss der Motorradfahrer erst einmal das Gefühl für Gleichgewicht, die Maschine und ihre Reaktionen wiedergewinnen. Gerade zu Beginn der Kradsaison kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Motorradfahrer beispielsweise beim Anfahren zu viel Gas geben oder das Vorderrad überbremsen und stürzen. Sehr empfehlenswert sind aus der Sicht der Polizei die von verschiedenen Verkehrssicherheitsträgern angebotenen Fahrtrainings für MotorradfahrerInnen.

    Motorräder werden wegen ihrer schmalen Silhouette häufig von Autofahrern übersehen oder deren Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen unterschätzt. Deshalb überwiegen im Rhein- Erft-Kreis Unfälle durch Fehler beim Abbiegen, gefolgt von Vorfahrtsverletzungen.

    Anders sieht es in der Eifel aus. Hier entstehen die schweren Unfälle meist durch zu schnelles Fahren in Kurven und gefährliche Überholmanöver ohne ausreichende Sicht bzw. Streckenlänge. An diesen Unfällen sind auch Motorradfahrer aus dem Rhein-Erft-Kreis beteiligt. So sind im letzten Jahr 11 Zweiradfahrer aus dem hiesigen Kreis in der Eifel verunglückt, dabei wurden eine Person getötet, drei schwer- und sieben leichtverletzt.

    Uwe Groebel, Verkehrsdezernent im Kreis Euskirchen, sagt hierzu: „Sehr wichtig ist es, die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den bekannten Motorradstrecken zu beachten, da jedes Schild eine „Geschichte" hat. Sie stehen nämlich wegen Unfallhäufungen an diesen Stellen!"

    Wie schon in den letzten Jahren werden die Polizeibehörden in den Kreisen Düren, Aachen, Euskirchen und Rhein-Erft eng zusammenarbeiten, um Unfälle mit Kradfahrern zu vermeiden. Auch sind wieder gemeinsame Schwerpunktkontrollen an Wochenenden im gesamten Gebiet vorgesehen. Dann werden besonders Geschwindigkeitskontrollen bei Motorradfahrern durchgeführt und die Maschinen technisch überprüft.

ots-Originaltext: Polizeipressestelle Bergheim

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