Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Erftkreis Tankkartenkreditbetrug - Erneute Festnahme

    Erftkreis (ots) - Ende Januar 2003 nahmen Ermittler des Kriminalkommissariats 21 erneut einen 34-jährigen Mann aus Hürth wegen des Verdachts des Tankkartenkreditbetrugs fest. Bereits im April 2002 war der Tatverdächtige wegen des selben Delikts festgenommen worden. Seinerzeit hatte er zusammen mit Mittätern innerhalb von drei Monaten einen Schaden von ca. 300 000 Euro verursacht.

    Wie mit Pressebericht vom 10.4.2002 mitgeteilt, waren am 5.4.2002 fünf Personen wegen des Verdachts des Tankkartenkreditbetrugs festgenommen worden. Als Koordinator und Haupttäter trat der 34-jährige Hürther auf. Im seinem Besitz befanden sich seinerzeit mehrere widerrechtlich erworbene Tankkarten, die er betrügerisch einsetzte.

    Für überwiegend türkische Lkw-Fahrer fungierte der 34-Jährige als telefonische Anlaufadresse, sobald sich die Fahrer im Großraum Köln befanden und das Fahrzeug betankt werden musste.

    Unterstützt von einem 35-jährigen Mittäter verabredete sich der Hürther seinerzeit an verschiedenen Autobahntankstellen des Erftkreises. Die Lkw wurden dann von den Tätern an die Zapfsäulen gelotst und betankt. Die Bezahlung des Treibstoffs erfolgte anschließend mit Tankkreditkarte.

    Für die Betankung des Fahrzeugs zahlten die Berufskraftfahrer in bar an die Betrüger. Dabei wurde ein Literpreis von ca. 35 bis 40 Cent in Rechnung gestellt; eine Ersparnis von etwa 50 Prozent gegenüber dem regulären Tankstellenpreis.

    Berücksichtigt man, dass ein Lkw-Tank bis zu 500 Liter Dieselkraftstoff fasst, "verdiente" der Festgenommene an einem Tankvorgang ca. 200 Euro.

    Im Rahmen der im September 2002 eröffneten Hauptverhandlung erhielt der 34-Jährige wegen dieser Straftaten eine dreijährige Haftstrafe. Gleichzeitig wurde der gegen ihn bestehende Haftbefehl bis zum Haftantritt aufgehoben, so dass er das Gericht nach der Verhandlung als freier Mann verlassen konnte.

    Sofort legte er gegen das Urteil Berufung ein. Dadurch wurde gleichzeitig der Haftantritt auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Unmittelbar nach seiner Verurteilung setzte der 34-Jährige seine Betrugshandlungen fort. Die hiesigen Ermittler kamen ihm erneut auf die Spur, nachdem ein Gewerbetreibender aus dem Erftkreis im Januar 2003 Anzeige erstattete. Der Geschädigte zeigte an, dass Unbekannte mit seiner Tankkreditkarte Tankvorgänge über ein Volumen von ca. 28 000 Euro abgewickelt hatten. Dabei war allerdings kein Liter Treibstoff in den Tank seiner eigenen Fahrzeuge geflossen.

    Die Originaltankkarte befand sich im Besitz des Geschädigten, ein nicht unüblicher Umstand. Wie aus den Ermittlungen bekannt, werden die Kartendaten bei regulären Tankvorgängen -vom Karteninhaber unbemerkt- über ein entsprechendes Gerät von Tankstellenpersonal ausgelesen, dass an den Taten beteiligt ist. Anschließend kopiert man die Daten mehrfach auf Blankokarten und verteilt sie an zahlreiche Mittäter.

    Im vorliegenden Fall konnten anhand entsprechender Abbuchungsunterlagen die Tatorte der Betrugsdelikte genau nachvollzogen werden. Die Ermittlungen bei einer dieser Tankstellen führte zur Sicherstellung fotografischen Beweismaterials, das deutlich den 34- Jährigen bei der Ausführung der Betrugshandlung zeigt.

    Am 29.1.2003 wurde der Mann erneut in Hürth festgenommen; zwischenzeitlich befindet er sich in Haft.

ots-Originaltext: Polizeipressestelle Bergheim

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