Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-REK: Schlag gegen Raubkopierer

    Hürth/Bundesrepublik Deutschland (ots) - In zahlreichen Objekten des Bundesgebietes durchsuchten heute 200 Polizeibeamte zeitgleich. Ziel der Durchsuchung war das Finden von Beweismaterial im Zusammenhang mit illegalen Kopien von noch nicht im Handel befindlichen Filmen, PC-Spielen und neuer Entertainmentsoftware.

    Heute um 08.00 Uhr klopften die Beamten bei annähernd 50 Objekten in zehn Bundesländern an die Türen. Der von Kriminaldirektor Helmut Pfau von Hürth aus geführte Einsatz ist Ergebnis eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Köln. Das unter Federführung von Staatsanwalt Jürgen Krautkremer bearbeitete Verfahren beruht auf Hinweisen, die ein Zeuge aus der so genannten Relaesgruppen-Szene machte. Dieser Zeuge wurde von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.  (GVU) der Direktion Kriminalität in Hürth gemeldet. Er arbeitete von da an eng mit der Kripo zusammen. Es konnten über GVU die technischen Kenntnisse und über den Zeugen Informationen zur Szene abgeschöpft werden.  Sie wurden miteinander verknüpft und dabei entstand ein Gesamtbild des illegalen Marktes von der illegalen Erstkopie bis zu den Vertriebswegen . Nach Angaben der GVU dienen Dateien von Release-Gruppen zumeist als Ausgangsmaterial für illegale Kopien, die sowohl von Einzelnen als auch von professionellen Händlern weiter verbreitet werden. Der illegale Parallelmarkt umgeht Jungendschutz sowie freiwillige Selbstkontrolle und führt zu hohen wirtschaftlichen Verlusten. Für die gesamte Branche dürften sich die Einbußen auf mehrere hundert Millionen Euro jährlich belaufen.  Verbraucher investieren einen Teil des verfügbaren Einkommens in die Anschaffung in Hardware, die den rechtswidrigen Erwerb erst ermöglicht, in Internetanbindungen oder die eigentliche illegale Kopie. Die in diesem Bereich aufgewendete Kaufkraft wird dem legalen Markt entzogen. Ein erfolgreicher Eingriff in die Release-Gruppen-Szene bewirkt eine zeitliche Verzögerung der Verfügbarkeit und eine qualitative Verschlechterung der illegalen Produkte. Er stört die illegalen Verbreitungswege und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung dieses Schadens.

    Es ist nun gelungen die Ausgangspunkte(-Personen) der Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz zu ermitteln und /oder es wurden weitere Ermittlungsansätze hierzu gefunden. Im NRW wurden insgesamt 14 Objekte durchsucht, davon lagen drei im Rhein-Erft-Kreis.

    Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt 60 PC, 15 Festplatten und circa 2000 CD oder DVD sichergestellt oder beschlagnahmt. Vorläufige Festnahmen erfolgten nicht. Die genauen Ermittlungsergebnisse werden noch auf sich warten lassen. Es erfolgt nun die Auswertung der sichergestellten Festplatten.

Rückfragen bitte an:
Landrat Rhein-Erft-Kreis
Abteilung Gefahrenabwehr/Strafverfolgung
Abteilungsstab, Dezernat 3
Polizeipressestelle
Telefon:  02233- 52 -  3305
Fax:         02233- 52 -  3309                                              
Mail:        dez3.bm@polizei.nrw.de
 

Außerhalb der Geschäftszeiten:
Telefon:  02233-  52 -  0
Fax:      02233- 52 - 3409 

Original-Content von: Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

Das könnte Sie auch interessieren: