BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

Wirtschaft benötigt großzügigere Bedingungen bei der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte

    Bonn (ots) -
    
    Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. spricht sich
für ein effektives Punktesystem aus - Beteiligung und Bedürfnisse der
Wirtschaft müssen sichergestellt sein
    
    Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sieht in
der Einführung eines effektiven Punktesystems eine wirksame
Steuerungsmöglichkeit der Zuwanderung nach Deutschland. Um den
Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht zu werden, müsse aber eine frühe
Beteiligung der Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie bei der
Definition der zugrundeliegenden Kriterien und hinsichtlich ihrer
Praxistauglichkeit sichergestellt werden. Neben Kriterien wie Alter
und Sprachkenntnisse sollen Ausbildung und Berufserfahrung
entscheidend sein.
    
    BDU-Präsident Rémi Redley steht dabei auch branchenbezogenen
Quotierungen offen gegenüber, denn der Bedarf an Spezialisten
schwanke je nach Wirtschaftszweig erheblich. "Das Ganze muss vor
allem zügig und unbürokratisch ablaufen und die Politik darf hier
nicht alleine entscheiden. Den Unternehmen muss frühzeitig ein
Mitspracherecht eingeräumt werden. Sonst drohen uns praxisferne
Lösungen", befürwortet Redley.
    
    Wichtig sei auch, den ausländischen Experten eine längerfristige
Perspektive zu bieten. Die Erfahrung vieler international
operierender Unternehmensberater sei, dass Zuwanderer eine
längerfristige Perspektive im Zielland erwarten. "Im Kampf um die
besten Köpfe ist es daher nötig, auch unbefristete Aufenthalte und
einen Familiennachzug zu gewähren, und zwar nicht nur in besonderen
Einzelfällen", empfiehlt der BDU-Präsident auch mit Blick auf eigene
Erfahrungen.
    
    Dass im Kampf um die begehrten Fachkräfte neue Ideen und
unkonventionelle Vorgehensweisen gefragt sind, beobachten auch der
Vorsitzende der BDU-Fachgruppe Informationsmanagement, Dr. Volker
Hasse und der Vorsitzende der BDU-Fachgruppe Technik und Logistik,
Uwe Holz. "In der IT-Grundlagenforschung hängt Europa gegenüber den
USA bald hoffnungslos zurück. Wir brauchen hier dringend Mathematiker
und Physiker und die sind besonders gut in den EU-Beitrittsstaaten
ausgebildet", bemerkt Holz. Und Hasse, selbständiger Management- und
IT-Berater, stellt einen enormen Bedarf an gutausgebildeten
Elektrotechnikern und Maschinenbauern fest, der Markt sei wie
leergefegt. "Diese Experten sind aber heißumworben. Sie erwarten
deshalb auch eine Perspektive in Deutschland. Und wer kommt schon
gerne, wenn er weiß, dass er nach wenigen Jahren wieder nach Hause
geschickt werden soll", ist sich Hasse sicher.  
    
    Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sind zur
Zeit rund 16.000 Unternehmensberater und Personalberater organisiert,
die sich auf über 500 Management-, IT- und Personalberatungsfirmen
verteilen. Die Mitgliedsunternehmen erzielten 2000 einen Gesamtumsatz
von ca. sechs Milliarden DM (1999: 5,3 Milliarden DM). Der
Marktanteil konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut
werden und liegt inzwischen bei 25 Prozent.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU
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