DIE ZEIT

Schauspielerin Fanny Ardant: "Ich mag die Ehrlichkeit in der Beziehung eines Mannes zu einer Hure"

    Hamburg (ots) - Die französische Schauspielerin Fanny Ardant, 55, kritisiert in der ZEIT die Haltung der Gesellschaft zu unabhängigen Frauen: "Es gibt in der Gesellschaft eine tiefe Angst vor unabhängigen Frauen. Weil sie ein subversives Prinzip verkörpern. Die Menschen fürchten um ihr bürgerliches oder auch kleinbürgerliches Nest." Die alleinerziehende Mutter von drei Töchtern spricht sich gegen die Familie als "alleinige Matrix des sozialen Lebens" aus. Der familienbezogene Blick, so Ardant, sei zu einer Art Scheuklappe geworden.

    "Ich mag die Ehrlichkeit in der Beziehung eines Mannes zu einer Hure", gesteht die Schauspielerin. "Bei solchen Beziehungen geht es allein um Sex, und das ist sehr praktisch." Man erspart sich das Gerede, die Rituale, die Erpressungen. Ardant: "Was kommt nach der Lust? Die Beziehung, die Probleme, die Familie, die Kinder - alles furchtbar kompliziert."

    Zu ihrem Filmkuss mit Catherine Deneuve in François Ozons Film 8 Frauen sagt Ardant: "Wenn wir uns am Ende leidenschaftlich küssen, ist das auch eine Art Versöhnung des französischen Kinos mit sich selbst, mit seiner Geschichte. Wir schleppen bei diesem Kuss alle Bilder mit uns, die wir je gedreht haben. Und wir setzen die Konkurrenz außer Kraft, die man in uns hineinprojiziert hat." Deneuve und Ardant waren beide mit dem Meisterregisseur François Truffaut liiert und wurden immer wieder zu gegensätzlichen Kunstfiguren des französischen Kinos stilisiert.

    Fanny Ardants neuer Film "Nathalie" kommt am 5. August in die Kinos.

    Den kompletten ZEIT-Beitrag der Meldung (ZEIT Nr. 32 mit     Erstverkaufstag am Donnerstag, 29. Juli 2004) stellen wir Ihnen     gerne zur Verfügung.


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