DIE ZEIT

Kunstsammler Heinz Berggruen in der ZEIT: "Klee war der erste Maler, dessen Gesamtwerk mich beschäftigte"

    Hamburg (ots) - Heinz Berggruen, 87, einer der bedeutendsten
Kunstsammlern der Welt, berichtet in der neuen Ausgabe der
Wochenzeitung DIE ZEIT über seine Lehrjahre: "Was Kunst angeht, sah
es bei uns zu Hause ziemlich trostlos aus, sie gehörte zu einer
bürgerlichen Familie konventionellen Zuschnitts, genauso wie die
falschen französischen Möbel, der Besuch in der Oper oder das
Theater-Abo."
    
    Seine Eltern führten in Berlin ein Schreibwarengeschäft, planten
aber nie, dass der Sohn dieses übernehmen sollte. Berggruen: "Sie
merkten bald: Der Junge hat seltsamerweise literarische Ambitionen."
In der Kinderzeitung Der heitere Fridolin des Ullstein-Verlags
veröffentlichte Heinz Berggruen seine ersten Geschichten. Mit 16
Jahren begann er das Berliner Tageblatt zu lesen und sich für Alfred
Kerr, den Theaterkritiker zu begeistern. "Noch mehr jedoch bewunderte
ich Fred Hildebrandt, der das Feuilleton leitete ... Mein Traum: Ich
wollte ein Hildebrandt werden."
    
    Nach dem Abitur studierte er in Toulouse französische Literatur
und Kunstgeschichte, kehrte im Anschluß nach Berlin zurück, um für
die Frankfurter Zeitung zu schreiben. Seine Beiträge habe er jedoch
nur mit "h.b." zeichnen dürfen - weil er Jude war, berichtet Heinz
Berggruen. "Ich merkte, dass mir beruflich viele Wege versperrt
waren. 1936 wanderte ich mit einem Berkeley-Stipendium nach Amerika
aus."
    
    Nachdem er zunächst im San Francisco Chronicle über Kunst
geschrieben hatte, wurde ihm eine Stelle im San Francisco Museum of
Art angeboten, wo er zum  ersten Mal die Werke Paul Klees sah.
Berggruen: "Klee zog mich sofort in seinen Bann ... Klee war der
erste Maler, dessen Gesamtwerk mich beschäftigte. Er hatte großen
Einfluß auf meine weitere Entwicklung. So bin ich zwar kein
Hildebrandt geworden, aber ein, wie ich glaube, recht erfolgreicher
Kunsthändler. Ich bedaure sehr, dass ich Klee nie persönlich kennen
gelernt habe."
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 25/2001 mit
    Erstverkaufstag am Mittwoch, 13. Juni 2001, ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut
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