Telekom-B2B-Umfrage zeigt: Unternehmen sehen Klimaschutz als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor
MEDIENINFORMATION
Bonn, 22.04.2026
Unternehmen sehen Klimaschutz als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor
- Mehrheit deutscher Firmen verbindet ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit
- Zwei Drittel der Unternehmen investieren in klimafreundliche Maßnahmen
- Klare politische Rahmenbedingungen erleichtern Investitionsentscheidungen
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Immer mehr Unternehmen in Deutschland betrachten Klimaschutz als festen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Telekom unter 533 Unternehmensentscheidern zu Klimaschutzmaßnahmen in Wirtschaft und Industrie. Demnach halten es 85 Prozent der Befragten für richtig, dass Unternehmen zum Klimaschutz beitragen. Gleichzeitig sehen viele Betriebe darin auch wirtschaftliche Chancen: Mehr als Dreiviertel (77 Prozent) der Befragten sind überzeugt, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen, rund 40 Prozent haben diese Erfahrung bereits konkret gemacht. Besonders deutlich ist diese Einschätzung auf Führungsebene: 90 Prozent der Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer meinen, dass sich Investitionen in klimafreundliche Maßnahmen auch ökonomisch lohnen.
Die befragten Unternehmen betrachten ökologische Verantwortung dabei oft als Teil ihrer langfristigen Unternehmensentwicklung und als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Neben Kosteneinsparungen rechnen sich für viele Firmen die zusätzlichen Wettbewerbsvorteile. 68 Prozent der Befragten berichten von einer verbesserten Wahrnehmung ihres Unternehmens durch Mitarbeitende, Kundschaft oder Dienstleister. Knapp die Hälfte (47 Prozent) konnte durch ihr Umweltengagement mehr Aufträge gewinnen, 44 Prozent verzeichneten steigende Verkaufszahlen.
Wirtschaftlichkeit als zentraler Treiber
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass ökologische und ökonomische Ziele für Unternehmen eng miteinander verknüpft sind. Für 86 Prozent der Unternehmen ist es wichtig, dass sich ökologische Maßnahmen wirtschaftlich auszahlen. So nennen 45 Prozent der Befragten wirtschaftliche Vorteile und Kostenreduktion als Hauptgrund für ihre ergriffenen Maßnahmen. Die Motivation für ökologisches Engagement ist jedoch vielschichtig. Neben gesetzlichen Vorgaben und der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen (43 Prozent) spielen auch das Unternehmens-Image (43 Prozent) und das Bewusstsein für den Erhalt von Lebensraum und Lebensqualität (39 Prozent) eine Rolle. Für 31 Prozent tragen Erwartungen von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden dazu bei, dass Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der Unternehmensidentität geworden ist.
Klimaschutz rechnet sich für Unternehmen
Viele Unternehmen setzen ihre Überzeugung heute schon in konkrete Maßnahmen um. Rund zwei Drittel (64 Prozent) investieren in klimafreundliche Maßnahmen, die gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile versprechen. Weitere 13 Prozent planen dies in naher Zukunft. Zu den häufigsten Klimaschutzmaßnahmen, die Unternehmen bereits umsetzen, zählen die Digitalisierung zur Ressourcenschonung (48 Prozent), Energieeffizienzmaßnahmen (44 Prozent), die Nutzung erneuerbarer Energien (39 Prozent) und die Optimierung von Logistik und Transport (39 Prozent).
Mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) berichtet, dass sich diese Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich gerechnet haben. Besonders häufig wurden Einsparungen in den Bereichen Energieverbrauch (89 Prozent), Material- und Verpackungskosten (80 Prozent) sowie Logistik- und Transportkosten (76 Prozent) wahrgenommen.
Politischer Einfluss auf betriebliche Klimaschutzmaßnahmen
Politische Vorgaben spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung ihrer Klimastrategie. 70 Prozent der Unternehmen geben an, dass politische Rahmenwerke, wie die CSRD oder die EU-Taxonomie, ihre Klimastrategie beeinflussen. Viele Betriebe wünschen sich stabilere politische Rahmenbedingungen. 71 Prozent sagen, dass häufige Änderungen der politischen Vorgaben langfristige Investitionsentscheidungen erschweren. Doch trotz politischer Unsicherheiten halten viele Unternehmen an ihren Klimaschutzplänen fest: Rund zwei Drittel (64 Prozent) verfolgen Klimaschutzmaßnahmen unabhängig vom politischen Diskurs weiter.
„Wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln gehören für uns strukturell zusammen. Ende 2025 haben wir als erstes DAX-40-Unternehmen konzernweit Klimaneutralität im eigenen Betrieb erreicht – durch eine absolute Reduktion unserer Emissionen um 94 Prozent gegenüber 2017. Verbleibende Emissionen gleichen wir über hochwertige CO₂-Entnahmeprojekte aus“, sagt Robert Metzke, Leiter Unternehmensverantwortung bei der Deutschen Telekom. „Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und reduzieren Abhängigkeiten von Energie- und Rohstoffpreisen. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen beschleunigen diese Investitionen.“
Künftig wird die Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen weiter steigen: 68 Prozent erwarten, dass Klimaschutz in den nächsten drei Jahren noch wichtiger wird. 60 Prozent planen neue Investitionen oder Maßnahmen in diesem Bereich.
Und die Verbrauchersicht?
Eine bevölkerungsrepräsentative Konsumentenbefragung von YouGov und Telekom zum selben Thema unterstreicht die Unternehmenssicht: Bei den Verbrauchern sehen mehr als 80 Prozent die Unternehmen in der Pflicht, beim Klimaschutz voranzugehen. Rund die Hälfte würde gezielt bei nachhaltigeren Anbietern kaufen oder dafür sogar mehr bezahlen. Gleichzeitig wünschen sich viele Konsumenten mehr Transparenz und verständliche Kommunikation auf Firmenseite.
Deutsche Telekom AG Corporate Communications
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