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Prävention für sozial Benachteiligte - Expertengespräch der AOK

    Bonn (ots) -"Individuelle Präventionsangebote der Kassen erreichen
gerade sozial Benachteiligte zu wenig, die sie besonders nötig
haben." Das erklärte Dr. Rolf Hoberg, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, heute auf einem
Expertenhearing der AOK in Köln. Ein erfolgversprechendes
Präventionsangebot für sozial Benachteiligte biete aus Sicht der AOK
der sogenannte Setting-Ansatz, bei dem die Betroffenen in ihrem
Umfeld  angesprochen werden und deren Lebensverhältnisse
gesundheitsförderlich beeinflusst werden. So könne
gesundheitsgerechtes Verhalten als erstrebenswertes Ziel überhaupt
erst vermittelt werden, so Hoberg. Besonders wichtig sei es, auch die
Kinder in sozial schwachen Familien gesundheitlich zu fördern. "So
könnten deren sonst lebenslang schlechteren Gesundheitschancen
positiv beeinflusst werden." Daher konzentriere sich die AOK darauf,
neue Setting-Ansätze zunächst im Rahmen von Modellprojekten mit
Schulen zu erproben.
    
    Allerdings könnten die Krankenkassen die Aufgabe einer gezielten
Prävention von sozial Benachteiligten nicht alleine schultern. Hier
sei eine enge Kooperation mit allen Verantwortlichen der jeweiligen
Settingbereiche notwendig. Dass die AOK vielversprechende
Präventionsansätze biete, zeigten die Erfolge auf dem Gebiet der
betrieblichen Gesundheitsförderung. "Deswegen werden wir uns auch
keinesfalls auf die Rolle als Mäzen beschränken", sagte Hoberg.
"Vielmehr wollen wir Prävention auch für diese Zielgruppen aktiv
mitgestalten, soweit dies für uns machbar ist. Eine wichtige
Voraussetzung dafür ist, dass der Wettbewerb keinerlei Anreize für
eine Risikoselektion bieten darf." Grundsätzlich wichtig sei es aber
auch, die soziale Benachteiligung der Betroffenen selbst abzubauen.
Hier seien Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Sozialpolitik
gemeinsam gefordert.
    
    Die Experten aus dem Bereich der Gesundheitsförderung, die heute
in Köln über die Prävention für sozial Benachteiligte diskutieren,
forderte er auf, nach konkreten Ansätzen zu suchen, die finanziell
machbar und qualitätsgesichert sind.
    
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