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Beckenbauer: Klinsmann nicht mehr tragbar, wenn sich Deutschland frühzeitig aus dem WM-Turnier schießt

    Köln (ots) - Köln, 12.05.2006. Der Präsident des Organisationskomitees der FIFA Fußball-WM 2006 in Deutschland, Franz Beckenbauer, geht davon aus, dass sich im Falle eines frühen Ausscheidens der deutschen Elf für den DFB wieder die Trainerfrage stellt. Beckenbauer hält die Entscheidung Jürgen Klinsmanns für richtig, sich erst nach der WM zu seiner Zukunft als Bundestrainer zu erklären. In einem Exklusivinterview für die Radiosender der ARD sagte Beckenbauer: "Wenn er mit seiner Mannschaft frühzeitig aus dem Turnier geschossen wird, sag' ich jetzt mal, mit einer enttäuschenden Leistung - was wir natürlich alle nicht hoffen, aber es kann passieren, Fußball ist nun mal kein Wunschkonzert - dann würde sich diese Frage sowieso erübrigen, dann wäre er ohnehin, sag' ich einmal, nicht mehr tragbar. Und deswegen, glaube ich, sollte der DFB zweigleisig fahren: Bei einer erfolgreichen WM und einer Zusage von Jürgen Klinsmann wäre das perfekt. Sollte Jürgen Klinsmann dann aus irgendeinem Grund nach der Weltmeisterschaft keine Lust mehr haben, dann müsste man jemanden im Petto haben."

    Gleichzeitig hat der Ex-DFB-Teamchef, der 1990 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum WM-Titel führte, offenbar doch leichte Bedenken, dass es während der WM leere Sitzplätze in den Stadien geben könnte. Mit Blick auf die nicht freiverkäuflichen Karten für die Sponsoren sagte Beckenbauer der ARD: "Da könnte es sicherlich sein, dass die eine oder andere Lücke entsteht, weil man nicht ganz so zurecht gekommen ist mit der Verteilung der Tickets, wie wir es wünschen. Ich hoffe, dass das die Ausnahme sein wird, aber ganz ausschließen kann man's nicht."

    Das Interview wird heute in der Sendungen WDR 2 - Zwischen Rhein und Weser (ab 17.05 Uhr) sowie in der WDR 2 Sportzeit (19.05-22.00 Uhr) zu hören sein.

Ihre Fragen beantwortet: Uwe-Jens Lindner
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