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WDR-Dokumentation über die 70er: "Dicke Luft und frischer Wind - 1973"

Köln (ots) -

1973 stand NRW mächtig unter Dampf: Dicke Luft und frischer Wind 
wehten durchs Land. Der WDR zeigt im vierten Teil seiner zehnteiligen
Dokumentationsreihe, (Freitag, 1. September 2017, 20.15 - 21.00 Uhr 
im WDR Fernsehen), wie dichter Nebel, legendäre Straßenfeger und ein 
singender Außenminister das Lebensgefühl prägten.
So erinnert sich Marie-Luise Marjan gerne an die Dreharbeiten zum 
Film "Smog" von Wolfgang Petersen. Sie spielte darin die weibliche 
Hauptrolle. Der WDR-Umweltkrimi schockte damals das Publikum. "Es war
wirklich so aufregend, dass alle Zuschauer dachten, das kann uns auch
passieren, wenn wir jetzt das Haus verlassen", erzählt Marjan in der 
Dokumentation.

Marathon wird Frauensache

Filmemacherin Nicole Kraack fand Zeitzeugen, für die ein Moment im 
Jahr 1973 ihr Leben komplett veränderte - zum Beispiel die Sportlerin
Christa Vahlensieck. Sie machte den Marathon zur Frauensache. "Ich 
glaube, die haben alle gehofft, dass die Frauen hier reihenweise 
zusammenbrechen. Man war der Meinung, dass solche Strecken für Frauen
völlig ungeeignet sind, das schwache Geschlecht eben", erinnert sich 
Vahlensieck. Im kleinen Städtchen Waldniel lief sie zusammen mit 
anderen den ersten, rein weiblichen Marathon der Welt - und gewann 
ihn in der Rekordzeit von unter drei Stunden.

"Gastarbeiter"-Streiks

1973 war auch das Jahr, als "wilde Streiks" NRW überrollten und die 
damals sogenannten "Gastarbeiter" ihrem Unmut Luft machten. In 
Lippstadt bei Hella oder bei Ford in Köln forderten sie damals mehr 
Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Vor allem Migrantinnen gingen 
auf die Barrikaden. Eine von ihnen war die Griechin Irina Vavitsa: 
"Wir haben damals Wut im Bauch gehabt. Uns konnte niemand bremsen. 
Das war schon eine kleine Revolution für die BRD."

Plateauschuh und autofreier Sonntag

Außerdem flimmerte ein ganz besonders Ekel, Deutschlands erste 
Talk-Show und mit "Klimbim" das erste Comedy-Format über die 
Mattscheibe des WDR-Programms.
Der Plateauschuh machte sich auf NRWs Bürgersteigen breit und die 
Ölkrise vermieste den Autofahrern "immer wieder sonntags" den 
Ausflug. Erzählt wird der Film von der WDR-Moderatorin Asli Sevindim,
die 1973 in Duisburg auf die Welt kam.
Der vierte Teil der Reihe steht bereits am Vortag und dann ein Jahr 
lang in der WDR-Mediathek: www.wdr.de/mediathek

Ein Film von Nicole Kraack
Redaktion: Thomas Kamp

Produziert wurde die Filmreihe zu den 70ern von Broadview TV
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