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ARD-Studie: Der Euro als Preistreiber
Preise steigen bei Umstellung um durchschnittlich 4%

    Köln (ots) -  Der Handel nutzt die Umstellung auf den Euro für
Preiserhöhungen auf breiter Front. Das belegt eine Studie im Auftrag
der ARD-Tagesthemen. Produkte, deren Preise in diesem Frühjahr von
Mark auf Euro umgestellt wurden, sind jetzt durchschnittlich 4,4%
teurer. Am deutlichsten sind die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln.
Das Institut für angewandte Verbraucherforschung hatte zwischen April
und Juli die Preisentwicklung für bundesweit 1000 Artikel beobachtet.
  
    Unter den bereits auf Euro umgestellten Artikeln registrierten die
Marktforscher zu 86% Preiserhöhungen, nur in 14% der Fälle wurde das
Produkt durch die Preisumstellung billiger. Außerdem fielen die
Preisanhebungen mit bis zu 30% recht drastisch aus, während die
wenigen Preissenkungen sich nur zwischen 1 und 5% bewegen.
    
    Der Warenkorb umfasste neben Lebensmitteln auch Textilien,
Spielwaren, Kosmetika, Möbel und viele andere Gegenstände des
täglichen Bedarfs.
    
    In den meisten Fällen führt die Umstellung zu ungewohnten
DM-Preisen wie 2,52 DM für eine Dosensuppe oder 5,26 für ein Shampoo,
während die neuen Euro-Preise (1,29 und 2,69) die alte gewohnte Optik
haben.
    
ots Originaltext: WDR
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