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07.05.2013 – 12:10

WDR Westdeutscher Rundfunk

20 Jahre nach Solingen - Zwei WDR-Filme nähern sich der Geschichte an

Köln (ots)

Der 29. Mai 1993 war ein schwarzer Tag in der Geschichte der 
Bundesrepublik. Nach ausländerfeindlichen Anschlägen in Hoyerswerda, 
Rostock-Lichtenhagen und Mölln starben nach einem weiteren 
Brandanschlag in Solingen erneut fünf Menschen türkischer Abstammung.
Auch 20 Jahre danach sitzen der Schock und der Schmerz noch tief. Die
vier Täter, die das Haus der Familie Genç in Brand gesteckt hatten 
und dabei fünf weibliche Familienmitglieder töteten, haben ihre Haft 
bereits abgesessen und sind wieder auf freiem Fuß. Doch ihre Tat ist 
nicht vergessen.

Zwei WDR-Produktionen widmen sich nun der Geschichte des Anschlags 
und werfen Fragen auf: Wie kam es zu der Tat? Was hat sich seitdem in
den Köpfen der Menschen verändert? Wie konnte der 
Nationalsozialistische Untergrund 20 Jahre nach Solingen Menschen 
kaltblütig ermorden?


WDR Fernsehen, Sonntag, 12. Mai 2013, 16.00 - 16.30 Uhr
"Cosmo TV": 93/13 - Zwanzig Jahre nach Solingen

Ein Film von Mirza Odabasi
Redaktion: Caroline Hoffmann/ Swantje von Massenbach  

Die Reportage in der Sendung Cosmo TV ist ein eindringlicher Film 
über ein Schicksal, das eine Familie bis ins Mark getroffen hat. 
Gleichzeitig ist sie auch ein Film über das alltägliche Miteinander 
in Deutschland, das nicht frei von Rassismus ist. Der junge 
Filmemacher Mirza Odabasi war fünf Jahre alt, als das Solinger Haus 
in Flammen stand. Mirza hatte Angst, ihm und seiner Familie könnte 
dasselbe passieren. Solingen hat ihn geprägt, wie viele andere auch. 
Sein Film geht auch der Frage nach, was seit dem Brandanschlag 
geschehen ist. Wie konnte es trotz Solingen zu den kaltblütigen 
Anschlägen des NSU kommen?


WDR Fernsehen, Montag, 27. Mai 2013, 22.00 - 22.45 Uhr
"die story": Alle sind noch da, nur die Toten nicht - 20 Jahre nach 
dem Brandanschlag in Solingen

Ein Film von Pagonis Pagonakis, Eva Schötteldreier, Charlotte Schwalb
Redaktion: Britta Windhoff und Birgit Virnich

20 Jahre nach der brutalen Attacke auf das Wohnhaus der Familie Genç 
ist es, als sei der hinterhältige Anschlag eben erst passiert - die 
Wunden sind noch lange nicht verheilt. Die Stadt bereitet mit vielen 
Veranstaltungen den Jahrestag vor. Solingen will das Stigma 
loswerden, welches die Täter ihr gaben und das nun an ihr klebt. Das 
Leid der einen, die Schuld der anderen. Die Täter haben ihre 
Haftstrafen längst verbüßt und leben wieder auf freiem Fuß. Und die 
Überlebenden? Kämpfen für die Erinnerung und gegen das Misstrauen. 
Und hoffen, dass aus dem Tod etwas Gutes entsteht, dass Deutsche und 
Türken Freunde werden. Die WDR-Autoren zeichnen in ihrer Reportage 
das Bild einer Stadt und seiner Bürger, die nicht zur Ruhe kommen 
können.


Fotos unter www.ard-foto.de

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Pressekontakt:

WDR Presse und Information, Kristina Bausch, Tel. 0221 220 7121,
kristina.bausch@wdr.de

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