WDR Westdeutscher Rundfunk

Neue Fassung, Neue Studiogäste!
WDR Fernsehen, Montag, 7. Mai 2001, 22.00 bis 22.30 Uhr
POLIS
Immer mehr Schwarzarbeit - versagt die Politik?

    Köln (ots) -     mit Marion von Haaren          Kaum kühlt die Konjunktur ab, krempeln Feierabend-Tüftler die Ärmel hoch. So wächst die Schattenwirtschaft nach Experten-Schätzung in diesem Jahr auf insgesamt 685 Milliarden Mark (685.000.000.000 Mark). Das ist mehr als der Bundeshaushalt. Um Schwarzarbeit  in den Griff zu kriegen, werden immer häufiger Razzien durchgeführt. Sie sind medienwirksam, aber letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zum einen helfen sich Bürger angesichts horrender Handwerkspreise zunehmend selbst, verlangen keine Rechnung und sparen damit zumindest die Mehrwertsteuer. Die Handwerker aber sparen noch weitaus mehr: Gewerbesteuer, Lohnsteuer und Sozialabgaben. Neben dieser "weichen Schwarzarbeit" gibt es vor allem auf Großbaustellen illegale Beschäftigte, die von Schleppern ins Land geschleust werden. Baufirmen geben der öffentlichen Hand daran eine Mitschuld. Denn diese würden Aufträge in der Regel an die billigsten Anbieter vergeben, unabhängig von der Seriosität der Firmen.          Im Studio fordert der Frankfurter Wirtschaftsprofessor Wilhelm Hankel als Ausweg aus dem Dilemma die Legalisierung der Schwarzarbeit, denn sie stütze Konjunktur und Beschäftigung.  Andere Meinung ist der zweite Studiogast Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG Bau. Er empfiehlt neue Gesetze und schärfere Kontrollen gegen Schwarzarbeit.

      
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    Redaktion: Dirk Braunleder
    
    
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