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ZDF-Programmhinweis
Mittwoch, 21. November 2001, 0.30 Uhr / nachtstudio
Mensch und Tier - eine heikle Beziehung (3)

    Mainz (ots) -          Opfer und Gottheit - Der Kult ums Tier     mit Volker Panzer          Mit:     Ursula Spuler-Stegemann (Religionswissenschaftlerin)     Christina von Braun (Kulturwissenschaftlerin)     Volker Sommer (Anthropologe)     Thomas Macho (Kulturwissenschaftler)          Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist schizophren. Mal werden Tiere als Götter verehrt, mal in pompösen Zeremonien geopfert, mal werden sie zu Tausenden getötet und dann immer noch Opfer genannt. Kulturhistorisch, meinen manche, ersetzt das Tieropfer das ursprünglichere Menschenopfer. Schon immer halten Tiere für uns den Kopf hin. Die historischen Veränderung des Opferkultes werfen allgemeine Fragen auf: Was ist überhaupt ein Opfer, und wie hat sich in den verschiedenen Kulturkreisen die Opfertradition entwickelt? Warum werden Tiere überhaupt geopfert - und lassen sich die gekeulten BSE-Rinder noch als Opfer bezeichnen?          Anubis, Horus, Ganesh, Hanuman - die Kulturgeschichte der Menschheit ist reich an Tiergöttern, und im Hinduismus gibt es noch heute einen richtigen Kult ums Tier - in unserer Gesellschaft dagegen ist der Tierkult extrem banalisiert worden und hat zum Beispiel in Gestalt des Schoßhündchens sehr merkwürdige Züge angenommen. Kann man hier noch vom Kult ums Tier sprechen, oder handelt es sich schlicht um Auswüchse einer pathologischen Befindlichkeit? Wenn man die kulturhistorischen Wurzeln unserer Schrift, deren erster Buchstabe Alpha auf die Anatomie des Stieres zurückgeht, verfolgt, so nimmt es nicht Wunder, dass der Stier auch in der modernen Börsenlandschaft auftaucht. Ist die Börse womöglich die kulturelle Opferstätte unserer Zeit?          Begleitend zur Sendereihe ist im Suhrkamp Verlag das Taschenbuch erschienen: ZDF-nachtstudio (Hg.) "Mensch und Tier - Geschichte einer heiklen Beziehung".     

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