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auslandsjournal
Donnerstag, 12. April 2001, 21.15 Uhr

    Mainz (ots) -          Donnerstag, 12. April 2001, 21.15 Uhr          auslandsjournal     u.a. Gletschertod, warme Winde über Island          Die ungeheure Lawine aus Eis, Schnee und Steinen löst sich mitten in der Nacht und begräbt die Stadt unter sich. Ohrenbetäubender Donner reißt die Menschen aus dem Schlaf und bringt vielen von ihnen den Tod. Ein Überlebender berichtet: "Das Haus ist explodiert, und wir wurden mitgeschleift. Aber wir hatten Glück. Alle unsere Nachbarn sind tot." So etwas hatte niemand erwartet in Flateyri, einer Stadt im äußersten Nordwesten Islands. Doch seit der großen Lawine leben die Menschen hier in ständiger Angst.

    Mit bedrohlichem Getöse gehen seit Mitte der neunziger Jahre immer mehr Lawinen in der rauen Fjordlandschaft im Nordwesten Islands nieder. Fast jede Woche stürzen Schnee- und Eismassen im Gebiet von Flateyri zu Tal. 50 Menschen - ein Prozent der Bevölkerung - sind in den vergangenen fünf Jahren durch sie umgekommen. An keinem anderen Ort Europas sind die Menschen so unmittelbar den Urgewalten der Natur ausgesetzt wie im Nordwesten Islands. Und sie sind es auch, die zuerst die Folgen der weltweiten Klimaveränderung spüren: Die Erderwärmung bringt Islands Gletscher zum Schmelzen, starke, wärmere Winde entstehen, das Eis wird brüchig und todbringende Lawinen lösen sich von den Bergen.

    ZDF-Reporter Joachim Bartz hat die Einwohner Flateyris besucht, in
ihrer beeindruckenden, unwirklichen Welt am Rand des Polarkreises.
Umringt von imposanten Tafelbergen und eisigen Fjorden liegt ihre
Stadt und ist dem Spiel von Wind und Wetter hilflos ausgeliefert. Für
die Bewohner Flateyris ist es lebensentscheidend, dass endlich etwas
gegen die Erderwärmung und ihre Folgen getan wird.
    
    Weitere Themen im auslandsjournal:
    
    Pleitewelle - Arme Deutsche auf Mallorca
    Rinderglück - Weise Bauern in Kenia
    
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