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ZDF-Pressemitteilung
BSE-Tests auf dem Prüfstand
"PRAXIS - das Gesundheitsmagazin" am Mittwoch, 4. April 2001, im ZDF

    Mainz (ots) - Seit Januar 2001 müssen alle geschlachteten Rinder,
die älter als zwei Jahre sind, einem BSE-Schnelltest unterzogen
werden. Das klingt erst einmal beruhigend, aber - wie sicher sind
eigentlich diese Untersuchungen?  
    
    "PRAXIS", das ZDF-Gesundheitsmagazin, hat zusammen mit der
Zeitschrift ÖKO-Test genau hingeschaut, was die derzeit angewandten
BSE-Tests eigentlich leisten können.
    
    Fakt ist, dass fast 70 Prozent der Rinder, die geschlachtet
werden, nach wie vor nicht getestet werden, weil sie jünger als zwei
Jahre sind. Und warum wird nicht einfach jedes Rind getestet? Dazu
der Molekularbiologe und BSE-Experte Roland Heynkes: "Bei den ganz
jungen Tieren .... hat man fast keine Chance, mit dem Schnelltest ein
positives Ergebnis zu bekommen". Die Schnelltests sind noch zu
unempfindlich, um die Infektion schon im Frühstadium zu erkennen,
wenn erst einige Prionen im Körper vorhanden sind.
    
    Das bedeutet, auch bei den getesteten Tieren gibt es keine
hundertprozentige Garantie. Fachleute gehen davon aus, dass erst,
wenn ein Tier mindestens zweieinhalb Jahre infiziert ist und die
Infektion kurz vor dem Ausbruch steht, der Schnelltest anschlägt.
Keiner kann einschätzen, wie viele frisch infizierte Tiere durch die
Kontrollen rutschen.
    
    Mehr dazu in "PRAXIS" am Mittwochabend um 22.45 Uhr oder im
Sonderheft "Ökulinarisch" der Zeitschrift ÖKO-Test.
    
    Moderation der Sendung: Sabine Helmbold
    
ots Originaltext: ZDF
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