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"Streit um Europas Zukunft"
ZDF "aspekte" befragt Künstler und Schriftsteller zur Krise der Europäischen Union

Mainz (ots) - Prominente europäische Künstler und Schriftsteller äußern sich am Freitag, 27. August, um 23.00 Uhr im ZDF-Kulturmagazin "aspekte" zur Lage der Europäischen Union. Es geht in den Interviews um strittige Themen wie die EU-Verfassung, die Pleite Griechenlands und ihre Folgen für die europäische Währung sowie die Entfremdung der Bürger von der Idee der europäischen Einheit. Die Moderation der Sendung hat Wolfgang Herles.

Der streitlustige niederländische Schriftsteller Leon de Winter etwa hat dafür eine einfache Lösung: Schluss mit der Union und dem Euro. Ihm fehlt es an der europäischen Idee und der demokratischen Legitimation der Brüsseler Bürokratie. Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse hingegen ist über die Recherchen für sein neues Buch zum Fan der Brüsseler Beamten geworden. Diese seien "die Avantgarde eines neuen Europas ohne Grenzen". Endlich könnten die Nationalstaaten "vernünftig verschwinden".

Der spanische Starautor Rafael Chirbes outet sich als desillusionierter Europäer. Er beklagt, sein Land habe dank des Euro "in einer Ära der Zügellosigkeit" gelebt und bade dies nun in Form von Schulden und Arbeitslosigkeit aus. Europas Werte seien "durch Rhetorik ersetzt" worden. Der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez präsentiert sich als begeisterter Europäer, dem es nicht weit und schnell genug gehen kann mit der europäischen Einigung. Auch er plädiert für die völlige Abschaffung der Nationalstaaten und lebt selbst vor, wie die neue Grenzenlosigkeit aussehen könnte: Als Franzose tritt er für Englisch als Einheitssprache ein und lebt seit vielen Jahren in Deutschland.

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