Alle Storys
Folgen
Keine Story von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) mehr verpassen.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ BUND: Keine Rolle rückwärts bei der Energiewende – Erneuerbare und Klimaschutz sind Garant für Wohlstand und Unabhängigkeit ++

Pressemitteilung

19. Februar 2026 | 022

BUND-Pressestelle

Tel.: 030 - 27586 - 109

presse@bund.net

BUND: Keine Rolle rückwärts bei der Energiewende

Erneuerbare und Klimaschutz sind Garant für Wohlstand und Unabhängigkeit

  • Energiewende braucht Rückenwind kein Rollback
  • CDU-Politik riskiert die Energiewende und ein zukunftsfestes Deutschland
  • BUND erhebt die Stimme gegen Rollback in der Energiepolitik lautstark vor dem CDU-Parteitag

Stuttgart/Berlin. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) betrachtet die Klima- und Energiepolitik der CDU mit großer Sorge. Jüngste Partei-Debatten um Klimaschutzziele und Kernelemente der Klimaschutzpolitik, wie den Emissionshandel, weisen den falschen Weg. Vor allem das Regierungshandeln in der Energiepolitik kritisiert der BUND scharf, riskieren doch die bekannt gewordenen Vorschläge von Bundeswirtschaftsministerin Reiche das Gelingen der Energiewende. Am Samstag zu Beginn des CDU-Bundesparteitags trägt der BUND gemeinsam mit Campact den Protest vor die Türen der CDU.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Die Energiewende ist das Rückgrat des Klimaschutzes und einer stabilen Wirtschaft. Doch genau daran sägt die CDU-Wirtschaftsministerin und will beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hart auf die Bremse treten. Es braucht den raschen Erneuerbaren-Ausbau, damit die Emissionen sinken, die Preise stabil bleiben und Deutschland unabhängiger wird von riskanten fossilen Energieimporten. Die Energiewende ist längst Teil der sicherheitspolitischen Antwort auf die Bedrohungen unserer Zeit. Die CDU muss weiter Kurs halten bei den Erneuerbaren Energien und beim Klimaschutz. Wer daran rüttelt, verspielt die Chancen für ein zukunftsfestes Deutschland.“

Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg: „Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen erfordert konsequenten Klimaschutz und der ist nur mit der Energiewende zu haben. Gerade in Süddeutschland kam der Ausbau der Erneuerbaren Energien nur schleppend voran. Nun, da einerseits insbesondere für Windenergie landesweit Flächen ausgewiesen wurden und andererseits Planungsverfahren deutlich schneller geworden sind, darf kein Rückschritt erfolgen. Im Gegenteil: Wir brauchen eine Stärkung der heimischen Energien, die uns resilienter machen und einen Einstieg in eine dauerhaft günstige Energieversorgung sind. Unternehmen und Privatleute dürfen bei Investitionen in Erneuerbare Energien nicht verunsichert werden. Dazu braucht es einen sicheren Netzzugang und ein sicheres Vergütungssystem.“

Redaktionshinweis: BUND-Aktion vor dem CDU-Parteitag

Unterstützt von Campact protestiert der BUND Baden-Württemberg am Samstag, 21. Februar 2026, unter dem Motto „Energiewende braucht Rückenwind statt Rollback!“ vor dem Eingang zum CDU-Bundesparteitag in Leinfelden-Echterdingen gegen die klimaschädliche Politik der CDU mit einer bunten Kundgebung. Mit der Aktion wollen die Organisationen ein Zeichen für die Energiewende setzen und denjenigen unter den CDU-Delegierten den Rücken stärken, die die Chancen für Klima, Zukunft und Resilienz erkannt haben. Für Interviews und Anfragen steht Ihnen vor Ort Fritz Mielert, Umweltreferent des BUND Baden-Württemberg, zur Verfügung.

Termin: Kundgebung

Datum: Samstag, 21. Februar 2026

Zeit: 9-10 Uhr

Ort: vor dem Eingang zum CDU-Bundesparteitag

International Congress Center, Messe Stuttgart

Messepiazza 1

70629 Leinfelden-Echterdingen

Ansprechpartner vor Ort:

Fritz Mielert, Referent für Umweltschutz beim BUND-Landesverband Baden-Württemberg, Mobil: +49 176 66681817, Fritz.Mielert@bund-bawue.de

Fotos zur Berichterstattung

Bilder von der Kundgebung werden am Samstagmittag unter diesem Link für die Berichterstattung kostenlos zur Verfügung gestellt. Bitte Urhebervermerk im Dateinamen beachten.

Hintergrund:

Zum Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium: Die bevorstehende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das geplante Netzpaket werden maßgeblich das Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren beeinflussen. Die derzeit diskutierten Maßnahmen im bekannt gewordenen Entwurf des Netzpakets aus dem Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche drohen, den Ausbau zum Erliegen zu bringen. Dies ist ein Angriff auf die Erneuerbaren durch die Hintertür mit fatalen Konsequenzen – klimapolitisch, wirtschaftlich, sicherheitspolitisch, und sozial.

Erneuerbare Energien sind das Rückgrat der Energiewende. Sie senken nachweislich und deutlich die Strompreise für Wirtschaft und Bürger*innen. Sie senken zuverlässig die Emissionen der Energiewirtschaft und mit zunehmender Elektrifizierung etwa durch E-Mobilität und Wärmepumpen auch aller anderen Sektoren. Der weitere Erneuerbaren-Ausbau ist zudem die Grundlage für eine resiliente Energieversorgung und die Unabhängigkeit von importiertem Öl, Gas und Kohle.

Zahlreiche Bundesländer haben dies bereits erkannt und ihre Forderung, die Erneuerbaren schneller auszubauen, an das Wirtschaftsministerium gerichtet. Auch in der Bevölkerung ist die Zustimmung für den Ausbau erneuerbarer Energien weiter sehr hoch. Die anstehenden Gesetze im Bereich der Erneuerbaren, aber auch zum Heizen und zu neuen Gaskraftwerken, müssen auf beschleunigtes Tempo für erneuerbaren Strom setzen und den klimaschädlichen Brennstoff Gas zum Auslaufmodell machen.

Zum CDU-Bundesparteitag: Die CDU diskutiert auf ihrem 38. Bundesparteitag 25 Anträge, die die Energie- und Klimapolitik betreffen. Der Parteitag beginnt mit ersten Gremiensitzungen am Donnerstag, den 19. Februar, und zieht sich planmäßig bis Samstag, 21. Februar. Am Samstag soll die Plenardebatte um 9.30 Uhr fortgesetzt werden.

Mehr Informationen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)