Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
Wirtschaftliche Lage für heimische Säge- und Holzindustrie verschärft sich
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Berlin, 09.06.2026 - Die Säge- und Holzindustrie in Deutschland steht weiterhin massiv unter Druck: eine anhaltend schwache Baukonjunktur im In- und Ausland, hohe Rohstoffkosten und weltpolitische Handelseinschränkungen belasten die Branche seit vielen Monaten. Nachdem 2025 die Produktion schon auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen ist, sind bei einer fortgesetzten Entwicklung aktuell weitere Produktionsrückgänge zwischen 9 bis 10 Prozent unausweichlich – mit gravierenden Folgen für Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und den Industriestandort Deutschland. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) fordert daher einen Krisengipfel, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft eine Zukunftsstrategie für die Holzverarbeitung in Deutschland zu entwickeln.
Anbei erhalten Sie die Pressemitteilung des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. .
Auswirkungen weltwirtschaftlicher Krisen
Wirtschaftliche Lage für heimische Säge- und Holzindustrie verschärft sich
Berlin, 09. Juni 2026 – Die Säge- und Holzindustrie in Deutschland steht weiterhin massiv unter Druck: eine anhaltend schwache Baukonjunktur im In- und Ausland, hohe Rohstoffkosten und weltpolitische Handelseinschränkungen belasten die Branche seit vielen Monaten. Nachdem 2025 die Produktion schon auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen ist, sind bei einer fortgesetzten Entwicklung aktuell weitere Produktionsrückgänge zwischen 9 bis 10 Prozent unausweichlich – mit gravierenden Folgen für Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und den Industriestandort Deutschland. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) fordert daher einen Krisengipfel, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft eine Zukunftsstrategie für die Holzverarbeitung in Deutschland zu entwickeln.
Die wirtschaftliche Situation der Säge- und Holzindustrie in Deutschland hat sich seit Jahresbeginn nochmals drastisch verschärft. Neben der weiterhin schwachen Nachfrage aus der Bauwirtschaft, ist auch die erhoffte Frühjahrsbelebung in diesem Jahr ausgeblieben. Gleichzeitig führen weltpolitische Spannungen und zunehmende Handelshemmnisse zu eingeschränkten Absatzmöglichkeiten auf internationalen Märkten.
Während sich die europäische Säge- und Holzindustrie durch Übernahmen konsolidiert, geraten deutsche Unternehmen aufgrund schwieriger Standortbedingungen weiter unter Druck. Bereits im vergangenen Jahr war die Produktion schon auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gefallen. Sollten sich die Rahmenbedingungen hierzulande für die heimischen Holzverarbeiter in den kommenden Monaten nicht ändern, wird sich nach verbandsinternen Umfragen die Herstellung von Bauholz in Deutschland in diesem Jahr um weitere 9 bis 10 Prozent deutlich reduzieren. Das bedeutet nicht nur weniger Schichten, Kurzarbeit und den schleichenden Abbau industrieller Produktionskapazitäten, sondern eine ernsthafte Gefahr für die regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und die industrielle Holzverarbeitung in den ländlichen Regionen.
Wettbewerbsfähigkeit entscheidender Faktor
Nachdem im vergangenen Sommer die Säge- und Holzindustrie mit einer schwierigen Verfügbarkeit von Holz aus den Wäldern konfrontiert war, hat der erhöhte Holzeinschlag vieler Waldbesitzer die Versorgungslage seit Jahresbeginn deutlich verbessert. Gleichzeitig bleibt die Bauwirtschaft hierzulande jedoch weiter im Krisenmodus. Im vergangenen Jahr wurden so wenige Wohnungen fertiggestellt, wie zuletzt im Jahr 2012. Auch leicht steigende Genehmigungszahlen sind lediglich ein Hoffnungsschimmer, jedoch keine grundlegende Marktbelebung. Dazu kommen politische Konflikte, die den weltweiten Handel einbremsen. Der steigende Kostendruck zwingt vor allem die heimischen Unternehmen dazu, ihre Produktion weiter zu drosseln. Denn im Vergleich mit den anderen europäischen Holzindustrienationen führen strukturelle Nachteile, wie höchste Rohstoff- und Energiepreise zu deutlich steigenden Produktionskosten und schwächen dadurch besonders die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Säge- und Holzindustrie.
Zukunftsstrategie für Holz nötig
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der DeSH ein Krisentreffen zwischen Politik und Wirtschaft. Ziel muss es sein, die Holzversorgung zu sichern, internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Zukunft der Holzverarbeitung in Deutschland langfristig zu gewährleisten.
Denn mit über 2.000 Unternehmen, rund 30.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu 14 Milliarden Euro bildet die deutsche Säge- und Holzindustrie das Herzstück der industriellen Holzverarbeitung. Deutschland ist bei der Produktion von Bauholz Spitzenreiter in Europa und steht weltweit an fünfter Stelle.
Die heimischen Betriebe sichern damit die Rohstoffbasis für zentrale Industriezweige wie die Bauwirtschaft oder Verpackungsindustrie. Als Scharnier zwischen Wald und Holzverwendung trägt die Säge- und Holzindustrie maßgeblich zur nachhaltigen Wertschöpfung und zur Entwicklung vor- und nachgelagerter Wertschöpfungsketten auf Basis heimischer Rohstoffe bei.
Pressekontakt:
Deutsche Säge- und Holzindustrie Leiter Politik und Kommunikation Johannes König Chausseestraße 99 10115 Berlin
Tel.: +49 30 2061 399-00 Fax: +49 30 2061 399-89 E-Mail: presse@zukunft-holz.de">presse@zukunft-holz.de Internet: www.zukunft-holz.de
Lobbyregisternummer: R000346
Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Seit über 125 Jahren vertritt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) die Interessen der Säge- und Holzindustrie auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Mit ihren vielfältigen Produkten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bilden die 350 Mitgliedsunternehmen des DeSH das Scharnier zwischen dem Wald und der Holzverarbeitung bis zum Holzbau. Sie sind ein wesentlicher Pfeiler für die Bioökonomie und Schlüssel für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der DeSH steht für die nachhaltige Verarbeitung und Verwendung des Roh- und Werkstoffs Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland.