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Bundesagentur für Arbeit (BA)

Jahresrückblick 2025 - Wirtschaftliche Schwäche wirkt sich deutlich am Arbeitsmarkt aus
BA-Presseinfo Nr. 2

Nürnberg (ots)

"2025 hat sich der Arbeitsmarkt schrittweise in eine ungünstige Richtung entwickelt. Unter dem Strich steht er schwächer da als vor einem Jahr. Es deutet aber einiges darauf hin, dass wir die Talsohle erreicht haben", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt 2025:

2.948.000

Veränderung gegenüber 2024:

+161.000

Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt gegenüber Vorjahr:

+0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftsschwäche das dritte Jahr in Folge gestiegen

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind 2025 jahresdurchschnittlich weiter deutlich gestiegen. Die Arbeitskräftenachfrage war einerseits zu schwach, um das zunehmende Arbeitsangebot aufzunehmen, andererseits passten die Profile der Arbeitslosen oftmals nicht zur Nachfrage. Damit sind die Chancen, durch Beschäftigungsaufnahme die Arbeitslosigkeit zu beenden, rückläufig und liegen auf einem historisch niedrigen Niveau.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 161.000 auf 2.948.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, nahm gegenüber 2024 um 50.000 auf 3.626.000 zu.

Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag 2025 weiter auf einem erhöhten Niveau

Betriebe sicherten in einem ähnlichen Umfang wie im Vorjahr ihre Beschäftigung durch konjunkturell bedingte Kurzarbeit.

Nach einer ersten Schätzung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit betrug die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl (inklusive Saisonkurzarbeitergeld und Transferkurzarbeitergeld) 2025 insgesamt rund 300.000, nach 298.000 im Jahr 2024.

Bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von etwa 30 Prozent hat der Einsatz von Kurzarbeit rechnerisch Arbeitsplätze für rund 90.000 Beschäftigte gesichert und deren (vorübergehende) Arbeitslosigkeit verhindert.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt nur noch leicht

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes blieb die Erwerbstätigkeit (nach dem Inlandskonzept) im Jahresdurchschnitt 2025 mit einem Rückgang von 5.000 im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert.

Der Jahreswert der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat nach Angaben der Statistik der Bundesagentur für Arbeit von Juni 2024 auf Juni 2025 um 48.000 auf 34,89 Millionen zugenommen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr fällt damit sehr gering aus. Dabei ist die Teilzeitbeschäftigung weiter gewachsen, während die Vollzeitbeschäftigung gesunken ist. Auch ist ausschließlich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Ausländern gestiegen, die der Deutschen geht hingegen aufgrund der demographischen Entwicklung zurück. Zudem hielt das Wachstum in den Dienstleistungsbranchen weiter an, während die konjunkturelle Schwäche insbesondere im Produzierenden Gewerbe zu einem merklichen Rückgang geführt hat.

Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist nicht mehr gewachsen. Sie ist im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11.000 auf 7,67 Millionen gesunken, wobei der Rückgang auf die ausschließlich entlohnte Beschäftigung zurückgeht. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung im Nebenjob hat hingegen noch einmal zugenommen.

Arbeitskräftenachfrage lässt weiter nach

Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat 2025 aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung weiter nachgelassen. Die neu eingegangenen Stellenmeldungen erreichen einen historischen Tiefstand.

Mit einem jahresdurchschnittlichen Bestand von 632.000 gemeldeten Arbeitsstellen lag die Arbeitskräftenachfrage 2025 um 62.000 niedriger als im Jahr 2024.

Auch die Stellenzugänge, die ein besserer Indikator für die aktuelle Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind, gingen aufgrund der schwachen Konjunktur weiter zurück. In Summe wurden 2025 mit 1.461.000 Stellen 39.000 weniger gemeldet als 2024 und damit so wenige wie noch nie in den letzten 25 Jahren.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter

https://statistik.arbeitsagentur.de.

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Bundesagentur für Arbeit
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Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2217
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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