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14.05.2004 – 02:00

SAT.1

SPIEGEL TV-Reportage
Themenergänzung und -änderung für die nächsten Wochen

    Berlin (ots)

    ACHTUNG! Neues Thema:

    "Sterben in der Großstadt"

    Der einsame Tod in Köln

    Montag, 7. Juni 2004, 22.45 Uhr

    Jeden Monat sterben in Köln ungefähr 60 Menschen einsam in ihren Wohnungen. Trotz intensivem Leichengeruch und überfüllter Briefkästen werden die Toten manchmal erst nach Wochen gefunden. Wenn die sterblichen Überreste dann abtransportiert und in der Gerichtsmedizin näher untersucht werden, beginnt die Arbeit der städtischen Ermittler. Sie verschaffen sich Zutritt zu den Wohnungen, sichern das Eigentum, suchen nach Bargeld, Wertsachen und Dokumenten. Das hat einen simplen Grund. Damit die Stadt Köln nicht auf den Bestattungskosten dieser einsamen Toten sitzen bleibt, müssen die Beamten versuchen, mögliche Verwandte ausfindig zu machen. Diese sind laut Gesetz dazu verpflichtet, für die Bestattungskosten dieser sogenannten "Fundleichen" aufzukommen. Rund 2000 Euro kostet in der Domstadt die anonyme Beisetzung in der Kupferurne, die günstigste Art der Beerdigung. Bei ihren Recherchen nach Hinterblieben offenbart sich den Beamten dann manchmal die Tragödie einer Vereinsamung. Und auch wenn sich Verwandte finden, sind diese sehr oft nicht bereit, die Bestattungskosten zu übernehmen.

    Spiegel TV-Autor Mate Spörl begleitete zwei Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes eine Woche lang durch verwahrloste Wohnungen einsam Verstorbener, dokumentiert die akribische Suche nach Verwandten und verfolgte die Spur einiger dieser Toten bis zu ihrer letzten Ruhestätte .

    "Nachtasyl"

    Frauen am Rande der Obdachlosigkeit

    Montag, 14. Juni 2004, 22.45 Uhr

    "Frauen versuchen ihre Obdachlosigkeit bis zuletzt zu vertuschen", sagt Sozialarbeiterin Jutta Reichardt vom Tagestreff für wohnungslose Frauen in Berlin-Wedding. Hier, in "Evas Haltestelle", nutzen täglich zwischen 20 und 40 Frauen aller Altersgruppen die Möglichkeit zu duschen, kostenlos zu essen oder einfach nur im Warmen zu sitzen. "Frauen kleiden sich möglichst ordentlich, sie übernachten bei irgendwelchen Männern. Erst wenn das gar nicht mehr geht, landen sie auf der Straße", so Reichardt.

    So war es auch bei Antje Apel (33) aus Berlin, die wegen Überschuldung aus ihrer Wohnung rausflog und dann bei wechselnden Bekannten unterkam. In ihrer letzten Bleibe bei einer Alkoholiker-Familie hielt sie es nur ein paar Tage aus. Dann war sie wochenlang auf der Straße. Erst als eine Bekannte sie zu Berlins einziger Notunterkunft für Frauen führte, ging es nach Jahren des Absturzes wieder ein kleines Stück bergauf. Mittlerweile lebt Antje in einem betreuten Frauenwohnhaus, doch ein Zuhause ist es für sie nicht. Kein Geld, keine Arbeit, aber jede Menge Schulden, dazu ein latentes Alkoholproblem und niemand, der ihr wirklich nahe steht - der Neuanfang ist schwierig.

    Rund 6900 Menschen in der deutschen Hauptstadt sind als "wohnungslos" registriert. Ein knappes Viertel davon sind Frauen. Das heißt, sie haben zwar irgendeine Art von Notunterkunft, aber keinen Miet- oder Untermietvertrag. Sie kämpfen um ein bisschen Normalität in einem Leben, das zumeist von zerrütteten Familienverhältnissen, Arbeitslosigkeit und Einsamkeit geprägt ist.

    Spiegel TV-Autorin Beate Schwarz hat sich die Geschichten von vier Frauen ohne Wohnung angehört und sie begleitet bei ihren Versuchen, ihrem Leben eine positive Wendung zu geben.

    "Siebeck sucht den Superkoch"

    Teil 1: Die Vorrunde

    Montag, 21. Juni 2004, 22.45 Uhr

    Er gilt als das Fallbeil unter den Esskritikern: Wolfram Siebeck. Wenn er im Restaurant sitzt, herrscht Alarm am Herd. Profiköche fürchten seine gnadenlosen Verrisse, Leser schätzen seine sarkastischen Kommentare.

    Die hat er auch parat, wenn Amateure für ihn kochen: Ende letzten Jahres forderte eine große deutsche Wochenzeitung ihre Leser auf, ein Menü für Siebeck zu entwerfen. In mindestens einem Gang sollte Schokolade verarbeitet werden. Über 500 Hobbyköche reichten Vorschläge für ein dreigängiges Menü ein, die 20 Besten wurden zum Vorkochen eingeladen. Eine fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Wolfram Siebeck kostete die Speisen - und hatte für etliche der Kochamateure doch nur Spott und Häme übrig.

    Nach fünf teils kuriosen Vorrunden und einem furiosen Finale wurde Deutschlands bester Hobbykoch gefunden. Der darf zur Belohnung nach Paris fahren, zu einem Dinner bei Alain Ducasse, dem höchstdekorierten Küchenchef der Welt.

    Folge eins der zweiteiligen Reportage zeigt, wie bei den Vorrunden vor allem die Schokolade die Spreu vom Weizen trennte und für hämische Anmerkungen Siebecks und seiner Mitjuroren sorgte.

    "Siebeck sucht den Superkoch"     Teil 2: Das Finale     Montag, 28. Juni 2004, 22.45 Uhr          Folge zwei der Reportage zeigt, wie sich die Teilnehmer des Superkoch-Castings am heimischen Herd auf das Finale vorbereiten und wie Favoriten plötzlich zu Verlierern werden können.


ots Originaltext: Sat.1
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