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FSM - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.

Zwischen KI, Altersgrenzen und gemeinsamer Verantwortung
FSM veröffentlicht Jahresbericht 2025

Berlin (ots)

Im Mittelpunkt des aktuellen Jahresberichts der FSM stehen zwei zentrale Zukunftsfragen des Jugendmedienschutzes: die Debatte um neue Mindestaltersstufen und andere Maßnahmen zur sicheren Nutzung von Online-Plattformen durch junge Menschen sowie die wachsende Bedeutung Künstlicher Intelligenz im digitalen Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Darüber hinaus liefert der Bericht einen umfassenden Einblick in die kontinuierliche Tätigkeit der FSM, die 2025 auf 20 Jahre staatliche Anerkennung als Selbstkontrolleinrichtung zurückblickte. Mit breit gefächertem Engagement setzt sich der Verein für einen effektiven Jugendmedienschutz in Deutschland ein - von der Beratung seiner Mitgliedsunternehmen und der Evaluierung technischer Schutzmaßnahmen über die Bekämpfung illegaler und jugendgefährdender Online-Inhalte bis hin zur Förderung von Medienbildung für verschiedene Altersgruppen.

Den digitalen Jahresbericht finden Sie unter: jahresbericht.fsm.de/2025/

Gabriele Schmeichel, FSM-Vorstandsvorsitzende: "Der neue Jahresbericht zeigt eindrucksvoll, was die FSM leistet - umso mehr freue ich mich, diesen Meilenstein noch als Vorstandsvorsitzende begleiten zu können. Gleichzeitig schwingt auch etwas Wehmut mit: Nach 28 Jahren scheide ich im Herbst 2026 aus dem Vorstand der FSM aus. Wenn ich darauf zurückblicke, wie wir den Verein zu einer anerkannten Selbstkontrolleinrichtung geformt haben, deren Stimme im In- und Ausland Gewicht hat, erfüllt mich das mit Stolz. Mein Dank gilt allen Wegbegleitern, unseren Mitgliedern sowie insbesondere dem Team der FSM-Geschäftsstelle für ihren unermüdlichen Einsatz. Ich wünsche der FSM, dass sie diesen Weg auch bei künftigen digitalen Herausforderungen mit Haltung und Weitblick weitergeht."

Martin Drechsler, FSM-Geschäftsführer: "Diesen Weitblick braucht es aktuell mehr denn je: Ob in der Debatte um neue Altersgrenzen oder bei den rasanten Entwicklungen Künstlicher Intelligenz - wirksamer Jugendmedienschutz darf sich nicht in pauschalen Verboten erschöpfen, sondern muss mit der digitalen Lebensrealität junger Menschen Schritt halten. Statt sie aus digitalen Räumen zu drängen, brauchen wir risikobasierte Schutzkonzepte der Anbieter, datensparsame Altersfeststellung und strukturell verankerte Medienbildung. Nur im Zusammenspiel von Schutz, Befähigung und Teilhabe schaffen wir sichere digitale Entfaltungsräume für Kinder und Jugendliche."

Schwerpunkt: Zwischen Verbotsruf und Verantwortung

Kaum ein Thema bewegt die Jugendschutzpolitik seit 2025 so stark wie die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestalter für Online-Plattformen wie soziale Netzwerke. Die FSM hat diesen Diskurs von Beginn an konstruktiv begleitet: Pauschale Verbote lösen aus ihrer Sicht die zugrunde liegenden Probleme nicht, sondern drohen, junge Menschen in unregulierte Räume zu verdrängen. Stattdessen plädiert die FSM für einen risikobasierten Ansatz, der Schutzmaßnahmen proportional zum Gefährdungspotenzial einer Plattform skaliert - flankiert von konsequenter Rechtsdurchsetzung, datensparsamer Altersfeststellung und strukturell verankerter Medienbildung.

Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz als Herausforderung für den Jugendmedienschutz

Ob Empfehlungsalgorithmen, KI-Chatbots oder Bildgeneratoren: Künstliche Intelligenz prägt zunehmend, wie Kinder und Jugendliche kommunizieren und Inhalte konsumieren. Die FSM begegnet dieser Entwicklung, indem sie bewährte Prinzipien konsequent auf neue Phänomene anwendet. Neben der neu aufgelegten Veranstaltungsreihe "FSM Fokus", die die Schnittstellen von KI und Jugendschutz anhand des kinderrechtlichen Dreiklangs aus Schutz, Befähigung und Teilhabe beleuchtete, stärkte die FSM mit dem Bildungsprogramm weitklick gezielt die KI-Kompetenz von Lehrkräften.

Fast 29.000 Hinweise auf illegale Online-Inhalte bearbeitet

Die Beschwerdestelle ist eine zentrale Säule der FSM: 2025 verzeichnete sie mit 28.598 eingegangenen Meldungen das zweithöchste Meldeaufkommen ihrer Geschichte (2024: 25.536). In 74 Prozent der Fälle (21.072) stellte die FSM einen tatsächlichen Verstoß fest. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei Darstellungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger (CSAM) um 50 Prozent auf 12.147 begründete Fälle, wobei ein erheblicher Teil auf virtuelle Inhalte entfällt.

Kein Jugendschutz ohne Medienbildung

Für ein sicheres und selbstbestimmtes Aufwachsen mit Medien ist die Förderung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei ihren erwachsenen Bezugspersonen, essenziell. Auch 2025 stellte die FSM Eltern sowie pädagogischen Fachkräften vielfältige Unterstützungsangebote bereit:

Jugendmedienschutz als dynamische Gemeinschaftsaufgabe

Der FSM-Jahresbericht 2025 unterstreicht: Ob beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder in der Debatte um Altersgrenzen - ein moderner Jugendmedienschutz lässt sich nicht als starres Regelwerk verordnen, sondern bleibt ein dynamischer, gesamtgesellschaftlicher Prozess. Die FSM agiert dabei seit zwei Jahrzehnten staatlicher Anerkennung als zentrale Schnittstelle, um gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen, Partnerorganisationen und internationalen Netzwerken praxistaugliche Lösungen für einen sicheren digitalen Raum für junge Menschen zu entwickeln.

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Sie beaufsichtigt und berät eine Vielzahl von Unternehmen aus der Telekommunikations- und Online-Branche. Der Verein setzt sich seit 1997 dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit einem sicheren und besseren Internet aufwachsen können - insbesondere über die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich alle wenden können, um Online-Inhalte zu melden. Die FSM-Beschwerdestelle wird unter dem Dach von Saferinternet.de von der Europäischen Union kofinanziert. Darüber hinaus gehören die umfangreiche Aufklärungsarbeit und die Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu den weiteren Aufgaben der FSM.

Pressekontakt:

FSM e. V., Jonas Weissberg, Beuthstr. 6, 10117 Berlin;
Tel.: 030 24 04 84 - 43, weissberg@fsm.de, www.fsm.de

Original-Content von: FSM - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V., übermittelt durch news aktuell

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