BDI Bundesverband der Dt. Industrie

"Knete für alle!" Leni Hoffmann im Haus der Deutschen Wirtschaft

    Berlin (ots) -

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, vom
11. Juni 2001 bis 26. Februar 2002 wird im Kunstfenster des BDI
(Bundesverband der Deutschen Industrie) die ortsbezogene Arbeit
"harah" der Düsseldorfer Künstlerin Leni Hoffmann (geb. 1962) zu
sehen sein.
    
    Leni Hoffmann entwickelt farbintensive Installationen, die meist
sehr direkt auf die vorgefundene Architektur Bezug nehmen und den
Betrachter unmittelbar in die Konstitution des Kunstwerks
einbeziehen. Ihr bevorzugtes Arbeitsmaterial ist Knete. Mit diesem
leicht verformbaren, mit der Kindheit assoziierten Material
entwickelt sie formal strenge, geometrische Raumbilder.
    
    Bei ihrem Entwurf für das Kunstfenster im BDI, "harah", steht die
große Fensterfläche, die die Fassade des Hauses der Deutschen
Wirtschaft markant strukturiert, im Mittelpunkt. Leni Hoffmann
bearbeitet die Fenstersegmente von innen und außen mit Knetgummi in
unterschiedlichen Farben. Bei wechselnden Lichtverhältnissen
erscheinen die Flächen mal halbtransparent, mal lichtundurch-lässig -
in der Nacht wird das Fenster zu einem großformatigen Leuchtbild, das
weithin sichtbar ist. Teil der Installation "harah" sind darüber
hinaus "ufo-artige" Sitzgelegenheiten im Innen- und Außenraum, die
dem Betra-chter ungewöhnliche Sichtachsen eröffnen. Auf diese Weise
bezieht Leni Hoffmann den öffentlichen Raum explizit in ihre Arbeit
ein.
    
    In Ergänzung zur Installation im Kunstfenster hat Leni Hoffmann
das Projekt "munka" konzipiert, das ihre Arbeit weiter in die
Nachbarschaft trägt: In den Kantinen des Aus-wärtigen Amts, des
Bundesministeriums der Justiz und des Hauses der Deutschen Wirtschaft
finden die Mitarbeiter beim Kantinenbesuch auf ihrem Tablett eine
grafische Arbeit von Leni Hoffmann vor. Laufzeit dieser Aktion in den
Kantinen ist die Woche ab der Eröffnung, Montag bis Freitag (11.-
15.06.2001).
    
    Leni Hoffmann war 1993 "ars viva"-Preisträgerin des Kulturkreises
der deutschen Wirtschaft. Sie hatte seither zahlreiche
Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, darunter im Musée
d'Art Moderne de la Ville de Paris, in der Queensland Art Gallery,
Brisbane, im Kunstmuseum St. Gallen und im Lenbachhaus München. Zur
Zeit ist Leni Hoffmann Gastprofessorin an der Kunstakademie
Karlsruhe.
    
    Gerne möchten wir Sie dazu einladen, bereits vorab im Haus der
Deutschen Wirtschaft vorbei zu kommen, um den Entstehungsprozeß der
Arbeit im Innenraum und an der Außenfassade mitzuverfolgen.
    
    Pressegespräch mit der Künstlerin: Montag, 11. Juni, 11.00 Uhr
Eröffnung: Montag, 11. Juni, 18.00 Uhr
    

ots Originaltext: BDI
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