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19.07.2005 – 09:18

NDR Norddeutscher Rundfunk

„Land & Liebe“: dreiteilige Reihe mit Menschen vom Land auf Partnersuche Sendetermin: Mittwoch, 20. Juli, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen

    Hamburg (ots)

Wer morgens statt in Pumps lieber in ein Paar Gummistiefel steigt, eine Leidenschaft für Mähdrescher und Traktoren hegt und das Wohnen auf dem Bauernhof dem betriebsamen Stadtleben vorzieht, ist genau richtig bei der Pferdenärrin und Grafikerin Sara (26), dem Ochsenzüchter Ralf (39) und dem Ökobauern Burkhard (62), den drei norddeutschen Land-Singles. Mit Hilfe von Moderatorin und „Landleben- Expertin“ Ina Müller müssen die Kandidaten ihre Auswahl aus den zahlreichen Zuschriften treffen. Die Bewerberinnen und Bewerber verbringen einige Zeit auf dem Hof ihres Wunschkandidaten, um so ihre Naturtauglichkeit zu beweisen. Das heißt: Traktor fahren, Pferde striegeln, Kühe füttern und all das, was zum Leben auf dem Bauernhof gehört. Auch ein Gegenbesuch der Kandidaten bei den Bewerbern ist geplant. Am Ende sind vielleicht drei Singles, die auf der Suche nach der großen Liebe waren, an den Mann bzw. die Frau gebracht.

    Moderatorin Ina Müller („Queen Bee“, Solo-Programm „Platt is nich uncool“) wuchs im Landkreis Cuxhaven auf einem Bauerhof auf, kennt das Landleben aus dem Eff Eff , spricht Plattdeutsch und kehrt auch als Wahlmünchnerin immer wieder gern in die norddeutsche Heimat zurück.

„Ich habe ‚meinen Landwirten’ die Briefe der Kandidatinnen um die Ohren gehauen“ Gespräch mit Ina Müller

    Frau Müller, vom 20. Juli an sind Sie im NDR Fernsehen als Moderatorin von „Land & Liebe“ zu sehen. Nun ist die Partnersuche ja eine sehr ernste Angelegenheit – Sie sind allerdings für ein loses Mundwerk bekannt. Wie passt das zusammen?

    Ina Müller: Ich glaube, die Partnersuche ist eine ernste Angelegenheit, die aber durchaus auch Humor verträgt. Für mich ist es ganz wichtig, die Landwirte mit Spaß zu begleiten und sie nicht vorzuführen. Viele Momente und Bilder sprechen einfach auch für sich, da brauche ich nicht noch eins drauf zu setzen! Sie sind in Köhlen in der Nähe von Cuxhaven auf einem Bauernhof aufgewachsen. Stimmt es, dass Sie sich im Auftrag des Vaters auf dem „Hektar-Ball“ einen wohlhabenden Jungbauern angeln sollten? Gab es keine anderen Möglichkeiten?

    Mein Vater hat einen Hof und fünf Töchter! Er hat sicher -zig Stoßgebete zum Himmel geschickt, aber nie seine Töchter zum Hektarball! Alles was ich darüber weiß, weiß ich aus Erzählungen. Und die sind zum Teil unglaublich. Ich habe mich damals für die „anderen Möglichkeiten“ entschieden: die dörfliche Großraumdisko - wo ich übrigens zur gleichen Zeit wie unsere beiden Landwirte aus „Land und Liebe“ das Tanzbein geschwungen habe.

    Was macht die Partnersuche auf dem Land so schwer? Oder, anders gefragt: Wie unterscheidet sich die Suche in Land und Stadt? Als Wahlmünchnerin müssten Sie auch da Ihre Erfahrungen haben ...

    Wenn man so durch die Stadt läuft, dann guckt man in so viele Augen, da bleibt so´n Auge schon mal an einem Mann hängen. Das ist mir in München so passiert und dann bin ich gleich da geblieben! Wenn man aber so übers Land läuft, da sind die Füße wund und man ist halb verhungert, bis da überhaupt mal ein paar Augen an einem vorbei laufen, in die man gucken kann.

    Könnten Sie sich selbst eine Rückkehr aufs Land vorstellen?

    Nach den Dreharbeiten zu „Land und Liebe“ muss ich sagen: JA! Das ist neu, weil für mich immer klar war: NIE WIEDER AUF´S LAND! Jetzt habe ich wochenlang die Luft, die Ruhe und die Mentalität der Land(s) leute genossen und ich muss sagen: Ich deeenk mal drüber nach!

    Die beiden Landwirte, die in „Land & Liebe“ auftreten, suchen beide eine schlanke Frau, attraktiv, weiblich, in Gummistiefeln so schön wie im Abendkleid ... Werden Sie solche Beschreibungen aufs Korn nehmen?

    Nein! Ich habe „meinen Landwirten“ einfach die Briefe der Kandidatinnen um die Ohren gehauen, wenn sie Bemerkungen wie „schlank, aber zu alt“ oder „leider zwei Kinder“ drauf gekritzelt hatten, um sich das Aussortieren leichter zu machen. Da fehlten selbst mir manchmal die Worte!

    Mit Ihrem Zwei-Frauen-Musikkabarett „Queen Bee“ gemeinsam mit Edda Schnittgard sind Sie gerade auf Abschieds-Tournee. Sehen Sie Ihre Zukunft eher als Fernseh-Moderatorin? Oder sind neue Kleinkunst- Projekte geplant? Das alles natürlich neben Ihrer Tätigkeit als Autorin, z.B für die NDR Radio-Reihe „Hör mal’n beten to“ ...

    Ganz ehrlich? Fernsehen UND Radio UND Bühne machen mir soviel Spaß, dass ich im Moment nur von Projekt zu Projekt denken kann und will! „Land und Liebe“ war meine erste Tätigkeit als Moderatorin. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich mir viel mehr davon wünsche. Letztendlich entscheidet das Publikum, und das ist auch gut so!

    Falls Sie ein eigenes Interview mit Ina Müller führen möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ndr.de/landundliebe. Pressefotos gibt es unter www.ard-foto.de, Passwort erhältlich über die NDR Fotoredaktion (Tel.: 040/4156-2306).

19. Juli 2005/IB


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