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Der Aufsichtsratsvorsitzende der HSH Nordbank, Hilmar Kopper, lobt Dirk Jens Nonnenmacher

Hamburg (ots) - Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank hat am Mittwoch, 15. Dezember, einen neuen Chef für die angeschlagene Bank ernannt: Paul Lerbinger. Er arbeitete bereits bei der Deutschen Bank mit dem jetzigen HSH- Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper zusammen, gilt als erfahrener Investmentbanker und Sympathieträger. Paul Lerbinger folgt auf Dirk Jens Nonnenmacher. Ob dieser eine Abfindung oder Abgeltung erhalten wird, ist noch unklar. Hilmar Kopper gegenüber dem NDR Fernsehen: "Herr Nonnenmacher bekommt das, was ihm zustände, wenn er arbeiten würde. Und wenn er eineinhalb Jahre, bevor sein Vertrag ausläuft, geht, bekommt er diese Summe als eine sogenannte Abgeltung."

Die Abgeltungsfrage ist äußerst strittig. Nonnenmacher hatte laut Focus knapp fünf Millionen Euro gefordert. Gegen Nonnenmacher ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und der Bilanzfälschung. Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, wären Nonnenmacher Pflichtverletzungen nachgewiesen. Dieses könnte zum Verlust der Ansprüche führen. Kopper gibt sich von Nonnenmachers Unschuld überzeugt: "Es gibt keine Pflichtwidrigkeiten von Herrn Nonnenmacher, auch wenn sie immer wieder behauptet werden, wenn Vorverurteilungen in den Medien sind, es gibt keine. Insofern müssen wir uns im guten Willen, fair und anständig trennen, es gibt dann keine andere Lösung. Ich bin ihm dankbar."

Die Opposition in Hamburg ist empört. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Neumann gegenüber dem NDR Fernsehen: "Zum einen ist es ein gutes Signal, dass Herr Nonnenmacher endlich die HSH Nordbank verlässt. Aber der Preis, den die Stadt dafür zahlen muss, den die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen müssen, ist unglaublich, ist maßlos. Und zeigt nur, was für ein Raffke dieser Mann gewesen ist."

Rückfragen von Journalisten beantwortet die NDR Redakteurin Bettina Schön, Redaktion Ausland & Aktuelles, 040/4156-4854.

15. Dezember 2010

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