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PM: ITB - Reisen sicher online buchen!

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In kaum einer anderen Branche werden so viele Daten gesammelt und verarbeitet wie im Tourismus. Über 60 Prozent der Deutschen informiert sich im Internet über Urlaubsreisen, fast die Hälfte bucht online. Weltweit sollen sich bis 2020 die Umsätze mit Reisebuchungen im Internet auf knapp 293 Milliarden US-Dollar belaufen. Damit die Reise bereits bei der Planung sicher beginnt, rät der TÜV-Verband (VdTÜV) auch im Internet genau hinzuschauen.

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+++Verbraucher müssen sich auf Datenschutz und IT-Sicherheit bei Reisebuchungen verlassen können

+++VdTÜV warnt vor Phishing-Mails

+++Unabhängige Zertifikate erhöhen Sicherheit und Vertrauen

In kaum einer anderen Branche werden so viele Daten gesammelt und verarbeitet wie im Tourismus. Über 60 Prozent der Deutschen informiert sich im Internet über Urlaubsreisen, fast die Hälfte bucht online. Weltweit sollen sich bis 2020 die Umsätze mit Reisebuchungen im Internet auf knapp 293 Milliarden US-Dollar belaufen. Damit die Reise bereits bei der Planung sicher beginnt, rät der TÜV-Verband (VdTÜV) auch im Internet genau hinzuschauen.

Spätestens bei der Buchung müssen Kunden eine Vielzahl personenbezogener Daten preisgeben. "Geburtsdaten, Wohnort und Bankverbindungen sind Standard", erläutert Marc Fliehe, IT-Sicherheitsexperte beim VdTÜV. "Diese Daten sind Teil des digitalen Abbildes eines Menschen und dürfen nicht in falsche Hände geraten." Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich daher auf ein hohes Maß an Sicherheit im Umgang mit diesen Daten verlassen können. Daher sollten alle Transaktionen über das Internet grundsätzlich über eine verschlüsselte https-Verbindung abgewickelt werden, die jeder Browser unterschiedlich darstellt.

Besondere Vorsicht gilt auch bei Phishing-Mails: "Gerade vor der Hauptreisesaison häufen sich gefälschte Mails, die Daten für kriminelle Zwecke abgreifen," warnt Fliehe. "Wer eine E-Mail bekommt, die zur wiederholten Eingabe von Daten auffordert, in schlechtem Deutsch formuliert ist, oder der Absender nicht eindeutig ist, sollte auf keinen Fall voreilig handeln." Gelangen Daten wie Name, Geburtsdatum oder Kreditkartennummer in kriminelle Hände, kann durch Missbrauch ein enormer Schaden entstehen.

Grundsätzlich sollte eine Reise nur bei einem Anbieter gebucht werden, der einen seriösen Eindruck macht. "Ein gutes Zeichen ist, wenn der Anbieter umfangreich und transparent darlegt, wie er mit personenbezogenen Daten umgeht und diese besonders schützt," erläutert Fliehe. Namhafte Bewertungsportale sind ein gutes Hilfsmittel, um die Seriosität zu überprüfen. "Häufen sich die die negativen Bewertungen bei der Reiseabwicklung, ist Vorsicht geboten", so Fliehe. "Wenn sich bei einem Anbieter die Pannen häufen, wirkt das nicht sonderlich vertrauensbildend. Es besteht die Gefahr, dass er es auch mit der Datensicherheit und dem Datenschutz nicht so genau nimmt."

Allerdings sind für Endverbraucher die Möglichkeiten begrenzt, tatsächliche Sicherheitslücken beim Reiseanbieter zu erkennen. "Als Kunde sehe ich zwar die Webseite, die Technik dahinter ist aber eine Black-Box," erläutert Fliehe. So kann ein Reiseportal zwar vermeintlich sichere und verschlüsselte Verbindungen anbieten, wenn aber das Betriebssystem veraltet oder der Server nicht richtig gesichert ist, nützt das einem Kunden wenig. Durch diese "Black-Box" entsteht ein Informationsdefizit, das bei vielen Kunden ein Gefühl der Unsicherheit auslösen kann.

Wichtig ist daher, dass Reiseanbieter das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit sehr ernst nehmen. "Auf alle Fälle müssen die gesetzlichen Anforderungen aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie ab dem 25. Mai aus der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umgesetzt werden," erläutert Fliehe. "Es sollte dabei selbstverständlich sein, höchste technische und organisatorische Sicherheitsstandards einzuhalten." Für besondere Transparenz sorgt hier eine Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüfinstitut, wie z.B. dem TÜV. "Anhand eines unabhängigen Zertifikats kann ein Verbraucher sofort erkennen, was für ihn sonst unsichtbar bleibt und er nur aus gutem Glauben oder aus seinem Bauchgefühl entscheiden kann," so Fliehe. "Es zeigt nachweislich, ob es der Reiseanbieter mit der Sicherheit tatsächlich ernst nimmt."

Geraldine Salborn
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