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38. Theatertreffen Berlin 2001: Michael Thalheimer und Bühnenbildner Olaf Altmann erhalten 3sat-Preis

    Mainz (ots) - Für ihre Zusammenarbeit bei den beiden zum
Theatertreffen Berlin eingeladenen Inszenierungen "Liliom" und "Das
Fest" haben Regisseur Michael Thalheimer und sein Bühnenbildner Olaf
Altmann am Donnerstag, 24. Mai, in einer Veranstaltung vor dem Haus
der Berliner Festspiele den 3sat-Innovationspreis erhalten. Dr.
Gottfried Langenstein, Direktor Europäische Satellitenprogramme im
ZDF, überreichte die mit 20.000 Mark dotierte Auszeichnung.
    
    Der gelernte Schauspieler Michael Thalheimer, Jahrgang 1965,
versteht unter Geschichten erzählen konsequente Reduktion. Er
streicht, lässt weg, bis nur das bleibt, was er als Kernaussage
betrachtet. "Liliom" ist bei ihm hart und illusionslos inszeniert:
ohne Rummelplatzromantik und tradierten Kitsch. Der Titelheld steht
als Außenseiter hilflos im leeren Raum. Aus Dresden stammt
Thalheimers zweite Theatertreffen-Einladung: "Das Fest" nach Thomas
Vinterbergs Film. Die Bühnenlösung scheint simpel und ist doch
überraschend. Die Zuschauer sitzen mit an der Geburtstagstafel. Jeder
sieht sein eigenes "Fest".
    
    Bühnenbildner Olaf Altmann, der seit langem mit Michael Thalheimer
zusammenarbeitet und diesen schon an die Bühnen von Basel, Dresden,
Hamburg und Freiburg begleitet hat, gestaltet die Bühne häufig in
einer kalten Leere und ist, wie die Arbeit in Dresden beweist, immer
für überraschende Lösungen gut.
    
    Der Jury gehörten Wolfgang Bergmann, Leiter der Programmgruppe
Theater im ZDF, Andreas Hillger, Theaterkritiker bei der
Mitteldeutschen Zeitung, und Torsten Maß, Leiter des Theatertreffens,
an. Die Fragen, welche Leistungen das Theater in seinen Möglichkeiten
weiterbringen, und wo kreative Arbeiten, die neue Anstöße geben, zu
sehen sind, hatten 3sat 1997 bewogen, den Preis aus dem Kreis der
nach Berlin eingeladenen Inszenierungen auszuloben für Künstler aus
den Bereichen Regie, Darstellung und Bühnenbild, die eine
zukunftsweisende Leistung des deutschsprachigen Schauspiels
vollbracht haben. Die Auszeichnung wird zum fünften Mal vergeben, im
vergangenen Jahr erhielten ihn Luk Perceval und Autor Tom Lanoye für
das Shakespeare-Projekt "Schlachten".
    
    
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