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NABU: Keine Angst vor Fledermäusen in der Wohnung/Auf der "Batnight 2017" fledertierisches Wissen auffrischen

Berlin - Bei den meisten Menschen ist der Schreck groß, wenn sie abends nach Hause kommen und in den Vorhängen hängt eine Fledermaus, die dann auch noch durch die Wohnung fliegt. Mit der Frage "Was nun?" wenden sich viele Betroffene an das NABU-Fledermaustelefon. "Das ist kein Grund zur Panik. Die Tiere haben keine blutrünstigen Absichten, sondern verirren sich lediglich auf der Suche nach neuen Quartieren. Viele Menschen wissen nicht, dass Fledermäuse im Jahresverlauf eine Vielzahl an Quartieren benötigen, beispielsweise Winterquartiere, Sommer- und Tagesquartiere sowie Zwischenquartiere im Frühjahr und Herbst ", so NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg. In der Abenddämmerung fliegen die Tiere in der Regel von alleine wieder hinaus, wenn man die Fenster weit öffnet, die Vorhänge beiseite zieht und die Zimmertüren schließt.

Um mehr Wissen über Fledermäuse zu verbreiten, steht das letzte Augustwochenende wie in jedem Jahr ganz im Zeichen der "Schönen der Nacht": Bei rund 200 NABU-Veranstaltungen zur diesjährigen 21. Batnight am 26. und 27. August können Besucher Fledermäuse einmal aus nächster Nähe erleben und ihren Wissensdurst stillen. NABU-Gruppen informieren über die Welt der nachtaktiven Tiere, machen bei Nachtwanderungen die lautlos fliegenden Tiere mit dem so genannten Batdetektor hörbar oder erklären, was für den Erhalt ihrer Lebensräume notwendig ist.

Zur kostenlosen Hauptveranstaltung der Batnight lädt dieses Jahr der NABU Oldenburger Land in den Schlosspark Oldenburg ab 16 Uhr ein. Neben Experimenttierstationen und Familienaktionen ist selbstverständlich auch die Fledermausexkursion bei Einbruch der Dämmerung vertreten.

Veranstaltet wird die Internationale Batnight von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert. Mit der Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden. In Deutschland sind vier Arten stark gefährdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um ihre Gefährdung genau einschätzen zu können.

"Hauptursache für die Gefährdung der 25 heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend", sagt Kolberg. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch frühzeitig geplante Ersatzmaßnahmen an gleicher Stelle ersetzt werden. So sieht es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor. Zudem reduziert der Einsatz von Pestiziden Insekten als Nahrungsmittel für Fledermäuse oder vergiftet die Tiere über die Nahrungskette selbst.

Weitere Informationen zur Batnight unter www.batnight.de

Pressebilder unter www.nabu.de/pressebilder_fledermaus

Alle Termine auf einen Blick gibt es unter: www.nabu.de/aktionenundprojekte/batnight/termine

Für Rückfragen:

Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte, Tel. 030-284984-1635, E-Mail: Sebastian.Kolberg@NABU.de

Nicole Flöper, NABU-Pressestelle, Tel.: +49(0)30-284984-1958, E-Mail: Nicole.Floeper@NABU.de



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