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19.03.2001 – 15:06

NABU

NABU fordert Verzicht auf Subventionen für Viehexporte

Bonn (ots)

Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der heutigen
EU-Agrarministersitzung ein Ende der Subventionen für die Ausfuhr von
Lebendvieh aus der EU gefordert. "Exporterstattungen finanzieren
nicht nur das völlig überflüssige Leid der Tiere durch lange
Transporte, sondern begünstigen darüber hinaus die rasche Ausbreitung
von Krankheiten wie der Maul- und Klauenseuche", sagte
NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Der tierquälerische und
gesundheitsgefährdende Schlachtviehtourismus müsse als trauriges
Relikt einer überkommenen, tier- und verbraucherfeindlichen
Agrarpolitik schnellstens beendet werden, so Billen weiter: "Die
Subventionierung von Lebendviehtransporten dient allein der
Beseitigung von Rindfleischüberschüssen und behindert die positive
Marktentwicklung vor allem in Entwicklungsländern."
Nach Auffassung des NABU bedürfe die Agrarförderung einer
dringenden Reform. "Künftig dürfen nur noch naturverträgliche
Produktionsformen von der EU finanziell unterstützt werden", forderte
Billen. Als einen Schwerpunkt dieser Politik nannte Billen die
Förderung der regionalen Verarbeitung und Vermarktung im Zusammenhang
mit der sogenannten "ländlichen Entwicklung" sowie eine verbindliche
Verknüpfung sämtlicher Fördermaßnahmen mit der Einhaltung
ökologischer Mindeststandards.
Für Rückfragen:
Christof Weins, NABU-Agrarreferent, Tel.: 0228-4036-168

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