NABU

NABU begrüßt Umweltgutachten

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU sieht sich durch das heute
vorgelegte Umweltgutachten des Rats von Sachverständigen für
Umweltfragen in seiner Kritik bestätigt. "Dieses Gutachten stellt der
Umweltpolitik der Regierung von Kanzler Schröder ein miserables
Zeugnis aus", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Die Kritik der
Umweltweisen sei ein Appell für eine intelligente und energische
Umweltpolitik, an der es die rot-grüne Koalition bisher habe fehlen
lassen, so der NABU-Präsident.
    
    Besonders stellt der NABU die Kritik der Umweltgutachter an
erheblichen Defiziten im Naturschutz heraus. Das
Bundesnaturschutzgesetz müsse dringend überarbeitet werden, trotzdem
habe Umweltminister Trittin schon mehr als ein Jahr verstreichen
lassen ohne auch nur einen ersten Entwurf vorzulegen, kritisierte
Flasbarth.
    
    Auch beim Thema Ökosteuer sieht sich der NABU durch die
Umweltweisen bestätigt. Die Empfehlungen, die Steuersätze auch nach
dem Jahr 2003 solange weiter zu steigern, bis sie die gewünschte
Wirkung zeigen sowie pauschale Ausnahmen und gegenläufige
Subventionen abzubauen werden vom NABU in vollem Umfang mitgetragen.
Als "neu und richtungsweisend" bewertet der NABU den Vorschlag des
Umweltrates, die Stromsteuer für jeden Erzeuger individuell zu
berechnen, abhängig vom Verhältnis von fossilen und nuklearen
Energieträgern zu erneuerbaren Energieträgern. "Dieses Modell ist ein
Lösungsansatz für unsere Forderung, umweltfreundliche erneuerbare
Energiequellen aus der Besteuerung auszunehmen", so NABU-Präsident
Flasbarth.
    
    Hervorzuheben sei auch die klare Position der Umweltweisen zu
Atomausstieg und Klimaschutz, dass klimapolitischer Handlungsbedarf
kein Argument gegen eine Beendigung der Nutzung der Atomenergie sein
könne. "Auch der NABU ist der Auffassung, dass beide Ziele sehr rasch
erreicht werden müssen", betonte Flasbarth. Mit seiner Stellungnahme
wende sich der Umweltrat deutlich gegen einige Umweltpolitiker der
Koalition, die ihre Forderung nach einem langsameren Ausstieg aus der
Atomenergie mit dem Erreichen von Klimaschutzzielen begründen, so der
NABU-Präsident
    
    
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