Alle Storys
Folgen
Keine Story von Greenpeace e.V. mehr verpassen.

Greenpeace e.V.

Greenpeace: Für Mittwoch geplante Atomtransporte sind Spiel mit dem Feuer

Hamburg (ots)

Am kommenden Mittwoch wollen deutsche
Atomkraftwerksbetreiber ungeachtet der Diskussion über das Risiko
neuer Terroranschläge Atomtransporte nach Frankreich durchführen.
Nach Informationen von Greenpeace sollen sieben Behälter mit Atommüll
aus dem norddeutschen Atomkraftwerk Brunsbüttel und anderen
Kraftwerken nach Frankreich transportiert werden.
Obwohl das Bundesumweltministerium, die Atomaufsichtsbehörden
einiger Bundesländer, die Reaktorsicherheitskommission sowie die
Atomindustrie selbst eingestanden haben, dass weder Kernkraftwerke
noch Atommüllbehälter ausreichend gegen terroristische Anschläge
geschützt sind, soll an dem Fahrplan für die Transporte in die
französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague festgehalten werden.
"Die ganze Welt redet von mehr Sicherheitsvorkehrungen gegen
mögliche terroristische Anschläge, und die Stromkonzerne haben nichts
Besseres zu tun, als mit den Atomtransporten ein zusätzliches Risiko
zu schaffen", sagt Veit Bürger, Energieexperte bei Greenpeace.
"Kernkraftwerke und Atomtransporte gehörten auch schon vor dem elften
September zu den verwundbarsten Stellen im Land. Aber in einer solch
aufgeheizten Weltlage Atommüll über Tausende Kilometer durch Europa
zu transportieren, ist ein Spiel mit dem Feuer."
Die Behälter, in denen der Atommüll transportiert wird, bieten
keinen ausreichenden Schutz gegen Anschläge. Die Tests, die mit ihnen
durchgeführt wurden, bilden realistische Unfallszenarien nur
unzureichend ab. So muss ein Atombehälter beim Feuertest zwar ein 800
Grad heißes Feuer für einen Zeitraum von einer halben Stunde
unversehrt überstehen. Kerosinbrände nach einem Flugzeugabsturz
erreichen aber höhere Temperaturen und dauern wesentlich länger.
Angesichts der derzeitigen Sicherheitslage fordert Greenpeace von
den Atomkraftwerksbetreibern als Sofortmaßnahmen die sofortige
Abschaltung aller 19 deutschen Atomreaktoren, einen sofortigen
Transportstopp für Atommüll und Auskunft darüber, welche zusätzlichen
Sicherheitsmaßnahmen an den Reaktoren, Zwischenlagern und sonstigen
Atomanlagen ergriffen werden.
Veit Bürger: "Mit diesen Sofortmaßnahmen werden zwar nicht alle
Risiken, die von Terroranschlägen auf Atomkraftwerke und
Atomtransporte ausgehen, von heute auf morgen beseitigt. Dennoch
würden wir ein Mehr an Sicherheit gewinnen, wenn die
Kraftwerksbetreiber neben ihrem eigenen Profit auch endlich einmal
die Sicherheit der Bevölkerung im Auge hätte."
Achtung Redaktionen:
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Veit Bürger, Tel: 040-30618
303 oder 0171-8780 820 oder Pressesprecher Stefan Schurig, Tel:
040-30618 342. Internet: www.greenpeace.de
Greenpeace Pressestelle
Anschrift
Greenpeace e.V. 
Große Elbstr. 39
22767 Hamburg
Tel.: 040 / 306 18 - 340 
Fax:  040 / 306 18 - 130  
presse@greenpeace.de
www.greenpeace.de
Politische Vertretung Berlin
Chausseestr. 131
10115 Berlin
Tel.: 030 / 30 88 99-0
Fax:  030 / 30 88 99-30

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Greenpeace e.V.
Weitere Storys: Greenpeace e.V.