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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Hochreiter zum Arbeitsmarkt

Regensburg (ots) - Die 30 DAX-Konzerne haben hierzulande 2014 so viele Arbeitsplätze geschaffen wie nie zuvor in einem Jahr - einer "Handelsblatt"-Analyse zufolge über 40 000. Und der Jobmotor läuft. Experten rechnen heuer mit einem Zuwachs von insgesamt 170 000 Stellen. Doch Euphorie angesichts solcher Zahlen ist fehl am Platz. Das deutsche Jobwunder findet längst nicht in allen Großunternehmen statt. Bei Siemens etwa sind im vergangenen Jahr deutschlandweit allein rund 2000 Arbeitsplätze weggefallen. Und nicht alle Berufsgruppen werden von der Wirtschaft derzeit so heiß begehrt wie Ingenieure, Software- und IT-Experten sowie Mechatroniker. Denn gerade mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung wird es für nicht so gut ausgebildete Arbeitskräfte immer schwerer, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Hier darf bei den Qualifizierungsanstrengungen nicht nachgelassen werden. Im Gegenteil: Sie müssen verstärkt werden, damit dem ersten Arbeitsmarkt in Zukunft nicht noch mehr Menschen verloren gehen. Dringender Handlungsbedarf besteht auch bei den Gesundheits- und Heilberufen, die besser bezahlt werden müssen, um für junge Leute wieder attraktiver zu werden.

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