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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum SSV Jahn: Klingt gut, von claus-Dieter Wotruba

Regensburg (ots) - Wie so oft ist es eine Frage der Perspektive. Man kann die Pläne des SSV Jahn hochtrabend nennen, wenn man will. Schließlich soll das Doppelte des bisherigen Jahresetats in die Infrastruktur für den Nachwuchs gesteckt werden. Man kann es als überfällig bezeichnen. Und man kann es als Chance sehen und hoffen, dass die Pläne mit Leben erfüllt werden und Profifußball eine dauerhafte Basis bekommt in der Oberpfalz. Jedenfalls klingt das Kellersche Modell "Mia spuin fia Eich", mit dem sich der SSV Jahn zum ostbayerischen Identifikationsklub machen will, durchaus interessant. Die Frage ist, wie schnell es greift, wie schnell vergessen werden kann, was früher war und für Vertrauensbrüche an allen Fronten sorgte. Interessant ist auch, dass mit einer derartig breiten Präsentation selbstverständlich auch der Eigendruck verstärkt wird. Die Silvesterabende der Jahre 2015, 2017 und 2019 sind am Donnerstag zu Abenden der Überprüfung geworden: Was wird aus den Plänen? Sind es die schon so oft gebauten Jahn-Luftschlösser oder wird in der Realität an der Zukunft gebastelt? Christian Keller scheint all das durchaus bewusst zu sein. Die Pläne sind sein Baby und das seines Teams, mindestens bis zu Kellers Vertragsende 2016. Der Klub jedenfalls hat sich damit auch Ziele jenseits von Tabellenplätzen gesteckt. Das ist gut so. Die Reaktionen auf die Veranstaltung und die weiteren Jahn-Taten werden die Perspektive in der Zukunft bestimmen. Wir sind gespannt.

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