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Vertragsunterzeichnung in Brüssel: Vereinigtes Königreich kehrt 2027 zu Erasmus+ zurück

Vertragsunterzeichnung in Brüssel: Vereinigtes Königreich kehrt 2027 zu Erasmus+ zurück
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Vertragsunterzeichnung in Brüssel

Vereinigtes Königreich kehrt 2027 zu Erasmus+ zurück

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) begrüßt die heute in Brüssel unterzeichnete Assoziierung des Vereinigten Königreichs mit dem EU-Programm Erasmus+. Ab 2027 nimmt das Land wieder vollumfänglich an allen Erasmus-Bildungsbereichen teil, von Schulen über berufliche Bildung und Hochschulen bis zu Jugend, Erwachsenenbildung und Sport.

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Bonn/Brüssel, 15.4.26

„Mit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens ist ein weiterer Meilenstein für die vollständige Rückkehr des Vereinigten Königreichs in das Erasmus+-Programm ab 2027 erreicht“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. „Das sind gute Nachrichten für Deutschland und Europa: Unsere britischen Freunde sind damit wieder sowohl über Horizon Europe in der Forschung als auch über Erasmus+ in Austausch und Lehre eng mit Europa verbunden.“

Neue Chancen für Austausch und Kooperation

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU im Jahr 2020 schied das Land auch aus dem Erasmus-Programm aus. Mit der nun beschlossenen Assoziierung wird dieser Schritt rückgängig gemacht. Deutsche Hochschulen und Studierende erhalten damit wieder deutlich bessere Möglichkeiten für Austausch und Kooperation mit dem Vereinigten Königreich. Vor dem Brexit gingen jährlich rund 4.500 Studierende deutscher Hochschulen mit Erasmus in das Vereinigte Königreich.

„Die deutschen Hochschulen und wir im DAAD haben nach dem Brexit kontinuierlich daran gearbeitet, die Beziehungen zu unseren britischen Partnern zu pflegen – trotz erschwerter Bedingungen. Erasmus+ bot dazu auch nach dem Brexit Chancen. Mit der Assoziierung geht dies nun wieder deutlich leichter und im vollumfänglichen Maße. Somit sind die Weichen gestellt, dass bestehende und neue Partnerschaften weiter und leichter auf- und ausgebaut werden können“, ergänzte Dr. Stephan Geifes, Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD).

Umsetzung ab 2027

In der Praxis können Hochschulen Förderungen für das Vereinigte Königreich somit ab dem Ausschreibungslauf für 2027 wieder beantragen (Start der Ausschreibung erwartbar im November). Aufenthalte von Studierenden und Promovierenden sowie Kooperationsprojekte der Hochschulen werden ab dem akademischen Jahr 2027/28 beginnen können. Die NA DAAD steht bereits seit dem politischen Beschluss zur Assoziierung zu Beginn diesen Jahres mit den britischen Partner Universities UK International (UUki) und Britisch Council (BC) in engem Austausch für einen erfolgreichen Neustart der Erasmus-Beziehungen.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die meisten international aktiven britischen Hochschulen haben inzwischen die für Erasmus+ erforderliche Akkreditierung, die sogenannte ECHE (Erasmus Charter for Higher Education), bei der Europäischen Kommission beantragt. NA DAAD, Universities UK International und British Council informieren die deutschen Hochschulen fortlaufend über neue Möglichkeiten und den Zeitplan.

Eine Webseite der NA DAAD bündelt aktuelle Informationen zur Assoziierung des Vereinigten Königreichs. Der DAAD begleitet den Prozess eng und informiert Hochschulen und Studierende über Entwicklungen und Fördermöglichkeiten.

Die Teilnahme des Vereinigten Königreichs auch an der nächsten Programmgeneration Erasmus+ von 2028 bis 2034 muss zu einem späteren Zeitpunkt erneut vereinbart werden.

Erasmus+ ab 2027 auch mit der Schweiz

Die Schweiz strebt nach der Ende 2025 erfolgten Assoziierung am EU-Programm Horizon Europe ebenfalls eine vollständige Teilnahme an Erasmus+ an. Die vollständige Teilnahme der Schweiz am Erasmus-Programm ist ebenfalls für 2027 vorgesehen.

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Weitere Informationen:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Dr. Stephan Geifes

Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst

+49 228 882-349

geifes@daad.de

Presse-Kontakt

Michael Flacke

Leiter der Pressestelle / Pressesprecher – SB03

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst

+49 228 882-454

presse@daad.de

Diese Presseinformationen werden Ihnen bereit gestellt von DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V., Pressestelle, Kennedyallee 50, 53175 Bonn; +49 228 882-454, presse@daad.de