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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Oper

Osnabrück (ots) - Das ungeliebte Kind

Die Deutsche Oper ist das große, gleichwohl ungeliebte Kind unter den Berliner Musiktheatern. Die gehätschelte Staatsoper punktet mit dem charismatischen Barenboim und neuerdings mit dem theaterwelterfahrenen Flimm. Die Komische Oper spielt sich als kleinste der drei Opern frech nach vorne. Der Betonklotz an der Bismarckstraße kommt nicht in Tritt. Kirsten Harms trifft daran die geringste Schuld.

Begonnen haben die Probleme der Deutschen Oper mit dem Tod von Götz Friedrich. Udo Zimmermann wollte dem Haus einen eigenen Stempel aufdrücken, mit einem Schwerpunkt auf der Neuen Musik, und scheiterte an kleinkarierten Politikern und am traditionsverliebten Christian Thielemann. Der ist mittlerweile auch über alle Berge, und die Berliner können von Glück sagen, dass mit Donald Runnicles wieder ein renommierter Dirigent die musikalischen Geschicke des Hauses führt.

Kirsten Harms aber hat das Haus profiliert durch spektakuläre Wiederentdeckungen. Kritikern und Publikum haben das goutiert. Der Rückhalt der Berliner Kulturpolitik blieb dennoch aus.

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