Vom 22. bis 29. April ist die Woche der primären Immundefekte
"Dank Euch kann ich meinen Sohn aufwachsen sehen"
Leipzig (ots)
Isabell konnte mit 20 Jahren nicht mehr ohne Hilfe leben: Sie leidet an einem angeborenen Immundefekt, dem primären Antikörpermangel-Syndrom mit IgM- und IgA-Mangel. Andauernde, schwere Infekte prägten ihren Alltag. "Ich war ständig krank und Medikamente haben nicht gewirkt. Ich habe gemerkt: Mein Körper schafft das nicht mehr", beschreibt sie ihre lebensbedrohliche Situation. Es folgte eine Ärzteodyssee, bis nach vier Jahren der Immundefekt diagnostiziert wurde. Ihrem Körper fehlten Immunglobuline, die aus menschlichem Blutplasma gewonnen werden. Dazu sind Patientinnen und Patienten dringend auf Spenden angewiesen, denn Plasma kann nicht im Labor hergestellt werden.
Primäre Immundefekte gehören zu den seltenen Erkrankungen: Weltweit sind etwa sechs Millionen Menschen davon betroffen. Dr. Sabine Pingel ist Associate Director, Medizinische Abteilung der Grifols Deutschland GmbH: "Primäre Immundefekte sind Krankheiten, bei denen das Abwehrsystem des Körpers, das Immunsystem, geschwächt oder fehlreguliert ist. Primär bedeutet angeboren. Das heißt, diese Erkrankungen haben eine genetische Ursache." Betroffene können Antikörper, Immunglobulin, nicht in ausreichendem Maße selbst herstellen. Das führt zu wiederkehrenden Infekten, die lebensbedrohlich werden können. Sie sind auf Medikamente aus gespendetem Blutplasma angewiesen, die das fehlende Immunglobulin ersetzen und so ihr Immunsystem stabilisieren. Das von Haema gesammelte Plasma wird an Grifols geliefert, ein weltweit tätiges Healthcare-Unternehmen, das diese Medikamente herstellt.
Die Plasmaspende ist für Patientinnen und Patienten mit primären Immundefekten lebensverbessernd und lebenserhaltend
Isabell erhielt direkt nach der Diagnose ihre erste Gabe Immunglobulin. Die Wirkung dieser Therapie ist für Patientinnen und Patienten nicht nur lebensverbessernd, sondern lebenserhaltend.
"Ich war einfach nur froh, dass mir geholfen wurde und ich endlich ernst genommen wurde. Wenn ich keine Spenden bekommen würde, wäre ich heute nicht mehr hier", sagt Isabell.
Ihr großes Hobby ist das Reisen - eine Leidenschaft, der sie dank der Medikamente wieder nachgehen kann. Den Spenderinnen und Spendern sowie dem Haema-Team, das die Plasmaspenden möglich macht, ist sie zutiefst dankbar. Durch ihren Einsatz kann Isabell heute wieder weitgehend unbeschwert leben:
"Ich kann meinen Sohn aufwachsen sehen. Durch die Plasmaspenden konnte ich ihm sein Leben schenken."
Gleichzeitig richtet sie einen Appell an alle, die bislang noch nicht spenden: "Durch Eure Spende rettet Ihr Leben!"
Neuspender dringend gesucht: Zu wenige Menschen in Deutschland spenden Blutplasma
Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten wie Isabell werden über einen Zeitraum von einem Jahr rund 130 Plasmaspenden benötigt. Doch nur etwa drei Prozent der Menschen in Deutschland spenden regelmäßig.
Anlässlich der Woche der Primären Immundefekte vom 22. bis 29. April 2026 ruft Haema daher zur Plasmaspende auf. Insbesondere Neuspenderinnen und Neuspender werden dringend benötigt, denn die geburtenstarken Jahrgänge mit vielen aktiven Spenderinnen und Spendern verabschieden sich nach und nach in den wohlverdienten Spenderruhestand.
Blutplasma spenden können gesunde Menschen ab 18 Jahren mit mindesten 50 kg Körpergewicht bis zu 60-mal im Jahr. Vor der Spende sollte man ausreichend trinken und fettarm essen. Wer spenden möchte, kann online einen Termin vereinbaren unter www.haema.de oder über die MyHaema-App.
Weitere Informationen zur Woche der primären Immundefekte sowie das Interview mit Isabell Schwarz finden Sie auch in unserer aktuellen Podcast-Folge und auf unserem YouTube-Kanal.
Gerne stellen wir auf Anfrage für Ihre Berichterstattung den Kontakt zu Isabell sowie Spendenden und Mitarbeitenden in unseren Spendenzentren für ein persönliches Gespräch her.
Isabell setzt sich stark in der Patientenorganisation dsai ev. - Patientenorganisation für angeborene Immundefekte ein.
In erster Linie geht es der dsai um das ganz Persönliche: Sie unterstützen dabei, umfassende Informationen über angeborene Immundefekte zu bekommen und geben Hilfestellung beim Umgang mit den vielen verschiedenen Gesichtern der Krankheit - egal, ob man selbst oder ein Kind betroffen ist. Zudem fördert die dsai den aktiven Erfahrungsaustausch Betroffener außerhalb der medizinischen Betreuung und leistet darüber den so wichtigen seelischen Beistand. Mitglieder erhalten die wertvolle Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen
Über Haema
Die Haema GmbH ist der größte privatwirtschaftliche Blut- und Plasmaspendedienst in Deutschland. Das Unternehmen betreibt bundesweit 40 Blutspendezentren in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen Mit jährlich über einer Million gesammelter Blut- und Plasmaspenden leistet Haema einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Krankenhäusern, Kliniken und Blutbanken sowie zur Herstellung blut- und plasmabasierter Medikamente. Neben Blut und Blutplasma nimmt Haema an ausgewählten Standorten auch Thrombozyten- und Leukozytenspenden ab.Haema beschäftigt bundesweit 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Arbeitgeber bietet Haema ein flexibles, modernes und sinnstiftendes Arbeitsumfeld mit langfristigen Perspektiven nach dem Leitgedanken: "Jobs, wie fürs Leben gemacht".
Der Unternehmenssitz ist in Leipzig, hier befindet sich auch das Hochleistungslabor sowie das Blutverarbeitungs- und Logistikzentrum des Unternehmens. Haema ist ein Partner von Grifols, einem weltweit führenden Unternehmen der Gesundheitsbranche, das aus Plasma gewonnene Arzneimittel und andere innovative biopharmazeutische Produkte entwickelt und anbietet. Das bei Haema gesammelte Plasma verarbeitet Grifols zu wichtigen Medikamenten zur Behandlung schwerwiegender, chronischer und manchmal lebensbedrohlicher Krankheiten.
Weitere Informationen zu Haema unter: www.haema.de
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"Jobs, wie fürs Leben gemacht".
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