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IGBCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Tarifabschluss bringt mehr Geld für Keramik-Beschäftigte

Abschluss für 18.000 Feinkeramik-Beschäftigte: 4,5 Prozent Plus in zwei Stufen

Einigung in dritter Runde: Die dritte Tarifverhandlung in Fulda hat gestern (21. Januar) ein Ergebnis für die 18.000 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie gebracht. IGBCE und Arbeitgeber einigten sich nach stundenlangen Verhandlungen bis in den späten Abend auf Entgelterhöhungen sowie eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die Vorschläge für einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder in Verbindung mit Altersfreizeiten erarbeiten soll.

Moritz Hautmann, Verhandlungsführer der IGBCE betont: „Die Verhandlungen waren sehr intensiv und hart. Am Ende haben wir einen Kompromiss errungen, der in der aktuellen wirtschaftlichen Lage angemessen ist und mit der Arbeitsgruppe in der Zukunft einen Vorteil für unsere Mitglieder bringen wird. Wichtig ist, dass die Beschäftigten keinen Reallohnverlust hinnehmen müssen.“

Die Entgelte werden ab dem 1. März 2026 um 2 Prozent erhöht, zum 1. März 2027 steigen sie um weitere 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von insgesamt 24 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen steigen deutlich.

Mit einer Unterschriftenaktion hatte die IGBCE vor Verhandlungsbeginn ein starkes Zeichen gesetzt: Tausende Beschäftigte in dutzenden Betrieben hatten mit ihren Unterschriften deutlich gemacht, dass sie die Forderungen der IGBCE unterstützen. Schlussendlich habe auch das Eindruck auf die Arbeitgeber gemacht und den Druck erhöht.

Die bundesweit mehr als 18.000 Beschäftigten der Branche produzieren zum Beispiel Waschbecken und Badewannen sowie künstliche Hüftgelenke aus Keramik oder bemalen hochwertiges Tischporzellan. Sie sind in den Sparten Porzellan, Sanitärkeramik und technische Keramik tätig. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Große Betriebe sind der Keramikhersteller Villeroy & Boch mit Standorten in Merzig, Mettlach und Torgau sowie CeramTec, der Hersteller und Entwickler von technischer Keramik, in Marktredwitz, Lauf und Plochingen. Auch die Porzellanhersteller Rosenthal (Selb, Speichersdorf) und BHS Tabletop (Schönwald, Weiden), der Hersteller von Keramik-Kondensatoren Vishay (Selb), die Porzellanfabrik Christian Seltmann (Weiden) sowie die Sanitärkeramikproduzenten Duravit (Hornberg, Meißen) und Geberit (Wesel, Haldensleben) zählen zu den wichtigen Unternehmen.

Für Rückfragen: Isabel Niesmann, CvD Presse, isabel.niesmann@igbce.de, +49 171 33 89 767

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Über uns
Die IGBCE ist mit rund 570.000 Mitgliedern die zweitgrößte Industriegewerkschaft Deutschlands. Sie gestaltet die Arbeitsverhältnisse für gut 1,1 Millionen Beschäftigte in mehr als einem Dutzend Branchen, darunter Chemie/Pharma/Biotech, Energie/Rohstoffe/Bergbau, Kunststoff/Kautschuk, Papier, Keramik oder Glas. Vorsitzender der Multibranchengewerkschaft ist seit 2009 Michael Vassiliadis. Hervorgegangen ist die IGBCE 1997 aus einer Fusion der IG Chemie-Papier-Keramik, der IG Bergbau und Energie und der Gewerkschaft Leder.  
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