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In Indien ist ein Mädchenleben »Luxus«
Jährlich werden über 10.000 weibliche Neugeborene von ihren Eltern getötet

Berlin (ots)

In Berlin begann am Mittwoch die Internationale
Tourismusbörse ITB. Dieses Jahr ist Indien Partnerland der weltweit 
größten Reisemesse. Indien präsentiert sich u. a. mit Musik, 
Folklore, Kunst und kulinarischen Spezialitäten. Immer mehr Deutsche 
leisten sich trotz wirtschaftlich unsicherer Zeiten den »Luxus« einer
Fernreise, zum Beispiel nach Indien.
Indien kämpft aber auch mit einem Problem, das nicht auf der ITB 
thematisiert wird: Je 1.000 Jungen bis zum Alter von sechs Jahren 
leben nur 927 Mädchen, weltweit liegt die Vergleichszahl bei 1.050 
Mädchen. Die Geburt eines Mädchens bedeutet für Familien in vielen 
Teilen Indiens den finanziellen Ruin, denn die hohe Mitgift für die 
spätere Hochzeit lässt Mädchen zum »Luxus« werden. Anlässlich des 
Internationalen Frauentages am 8. März weist das Hilfswerk »Geschenke
der Hoffnung e.V.« darauf hin, dass jährlich mehr als 10.000 
neugeborene Mädchen von den eigenen Eltern getötet bzw. derart 
vernachlässigt werden, dass sie innerhalb der ersten Lebenstage 
sterben. Hinzu kommen jährlich hunderttausende weibliche Föten, die 
nach der Geschlechtsbestimmung durch Ultraschall vor der Geburt 
gezielt abgetrieben werden.
Die indische Staatsministerin für Frauen und Kinder, Renuka 
Chowdhury, macht auch im eigenen Land auf den vielfachen Mädchenmord 
aufmerksam: »Es ist eine internationale und nationale Schande für 
uns, dass Indien bei einem Wirtschaftswachstum von neun Prozent noch 
immer seine Töchter tötet«, sagte Chowdhury vor wenigen Wochen in 
einem Interview mit der indischen Nachrichtenagentur PTI.
»Geschenke der Hoffnung e.V.« unterstützt ein Kinderhaus in 
Südindien, in dem Mädchen versorgt werden, die in letzter Sekunde 
gerettet werden konnten. »Wir freuen uns, dass die indische 
Regierung, insbesondere Ministerin Chowdhury, in Indien selbst 
offensiv mit dem Thema umgeht und wünschen uns mittelfristig ein 
Umdenken in der indischen Bevölkerung. Soweit wir können, 
unterstützen wir Einrichtungen für neugeborene Mädchen in Indien und 
arbeiten mit unserem Projektpartner vor Ort daran, die 
gesellschaftliche Stellung der Frauen in Indien zu verbessern«, sagt 
Christoph von Mohl, Geschäftsführender Direktor von »Geschenke der 
Hoffnung e.V.«.
»Geschenke der Hoffnung e.V.« ist ein christliches Werk mit 
internationalem Profil, das Menschen in Not hilft und das Evangelium 
weitergibt. Ziel der Arbeit ist es, Bedürftige, ungeachtet ihres 
religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes, zu unterstützen.
Der Verein ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische 
Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche 
Deutschlands (EKD). Er trägt das Spendensiegel des Deutschen 
Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI), ist Mitglied im Deutschen 
Spendenrat und darf das Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen 
Allianz führen.

Pressekontakt:

Esther Heyer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit »Geschenke der Hoffnung e. V.«
Tel.: 030 - 76883-700
Fax: 030 - 76883-333
Mail: e.heyer@Geschenke-der-Hoffnung.org

Original-Content von: Samaritan's Purse e. V., übermittelt durch news aktuell

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