Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Es bleibt ein mulmiges Gefühl - Kommentar von Wilfried Beiersdorf

Essen (ots) - Wer am Wochenende die Nachrichten verfolgte, dem konnte schwindelig werden: Fast stündlich stiegen die Milliardensummen, mit denen erst Griechenland und plötzlich der ganze Euro gerettet werden sollte. Was blieb, war das mulmige Gefühl, dass hier irgendetwas ganz gründlich aus dem Ruder läuft und dass es bald ans Eingemachte, an die eigene bescheidene Finanzvorsorge, gehen könnte. Die Verunsicherung ist groß. Wer steht für die gigantischen Summen gerade, die die Politiker da wie selbstverständlich aus dem Hut zaubern? Es bleibt doch nur das Volk. Und das rechnet nun immer mehr mit steigender Inflation und fragt sich: Gibt es sinnvolle Schutzmaßnahmen? Sie sind bescheiden. So sollte man in aller Ruhe die individuelle Finanzlage einmal durchleuchten und mit einem vertrauenswürdigen, neutralen Berater (z.B. bei den Verbraucherberatungsstellen) besprechen. Vor der panikartigen Flucht in Sachwerte, etwa Häuser oder Aktien - wie sie in turbulenten Zeiten oft von Bankverkäufern propagiert werden -, sollte man sich aber hüten. Gründliche Information ist alles. Sonst kann es teuer werden.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: